Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 18:23 Uhr
   
Ruhrmetal.com : Metal Genre Thrash Metal
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Thrash Metal (englisch to thrash: dreschen/prügeln) entstand Anfang der 1980er Jahre als schnellere und extreme Spielart des Metal.

Oftmals wird der Thrash Metal als eine Verschmelzung der Energie und Geschwindigkeit des Hardcore Punk und den Techniken des New Wave of British Heavy Metal bezeichnet. Beim Thrash Metal sollen die Gitarren brutal klingen und werden daher speziell darauf abgemischt. Der ursprüngliche Thrash Metal zeichnet sich vor allem durch schnelles und präzises Riffing aus. Oftmals wurde nur die offene E-Saite in Verbindung mit Powerchords verwendet. Thrash Metal wird allgemein als Ausgangspunkt für die extremen Metalstile, besonders Death Metal, angesehen.

Die Vorgeschichte des Thrash reicht in die späten 70er Jahre zurück. Besonders zwei Bands werden allgemein als größte Einflüsse betrachtet, nämlich Motörhead und Venom. Allgemein gilt „Kill 'em All“ von Metallica aus dem Jahr 1983 als erstes richtiges Thrash-Metal-Album. Neben Metallica stammen auch viele andere wichtige Thrash-Bands aus der San Francisco Bay Area, darunter Exodus, Testament und Death Angel. Grob lässt sich sagen, dass Bands wie Exodus, Slayer oder Dark Angel einen eher brachialeren und weniger melodiösen Stil verfolgten, während Bands wie Metallica, Megadeth oder Death Angel vielfältiger, melodiöser und etwas experimentierfreudiger waren.

Ein weiteres wichtiges lokales Zentrum des Thrash Metal war der Großraum New York/New Jersey an der US-Ostküste. In diesem Gebiet entstanden teilweise unter dem Einfluss des Hardcore-Punk stehende Bands wie Overkill, Anthrax oder Nuclear Assault, ferner war auch das Pionier-Label Megaforce Records in New York ansässig, welches die Debütalben u. a. von Metallica, Overkill und Anthrax veröffentlichte.

Eine weitere blühende Underground-Szene bildete sich in Deutschland mit Gruppen wie Destruction, Kreator, Tankard, Iron Angel, Angel Dust und natürlich Sodom. In neuerer Zeit auch wieder mit mehreren jüngeren Bands wie bspw. Desaster, Fatal Embrace,Witchburner, Runamok und Delirium Tremens. Kennzeichnend für den deutschen Thrash Metal war das breite Spektrum an Stilen, mit denen der Thrash dort wechselwirkte. So hatten z. B. die Speed-Metal-Bands Helloween und vor allem Running Wild einst einen sehr viel rauheren, an den „Speed-Thrash“ der frühen Tage angelehnten Stil, während andererseits Sodom, Kreator und Destruction in musikalischer Hinsicht den größten Einfluss auf den skandinavischen Black Metal der so genannten „ersten Welle“ ausübten.

Der Höhepunkt der Thrash-Metal-Bewegung war zweifellos zwischen 1986 und 1988 erreicht. Manchmal wird von 1988 oder 1989 zumindest bezüglich Bay Area Thrash als Thrash Metal Depression gesprochen, da der Enthusiasmus in der Szene damals etwas abflaute. Der Thrash-Trend wurde durch den Death-Metal-Trend verdrängt.

In den 80ern begannen zudem einige Bands, mit gestiegenem technischen Können den Stil um komplexere Songstrukturen, modernere Texte und andere musikalische Feinheiten (komplexe Rhythmik, elektronische Effekte etc.) zu erweitern. Manchmal spricht man nach der 2nd Wave Of Thrash auch von Technical-Thrash oder Progressive-Thrash. Beispiele für Bands dieses Stils sind Voivod und Watchtower.

Bezogen auf den US-Thrash werden die Bands Anthrax, Megadeth, Metallica und Slayer als „Big Four“ des Thrash bezeichnet.

In Deutschland spricht man von Sodom, Kreator und Destruction als dem „Dreigestirn des Thrash“.