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Ruhrmetal.com Review : Rock Hard-Festival 2006 - Das Review
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Von: 30.11.2006


Review : Rock Hard-Festival 2006 - Das Review

 
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Datum: 30.11.2006
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Was lange währt, wird endlich gut! Das Ruhrmetal-Team freut sich, euch endlich das Review zum Rock Hard-Festival 2006 präsentieren zu dürfen. Viel Spass!

Freitag: 2. Juni 2006

Kerl ne, war dat’n Wochenende. Da sich ein Großteil der RuhrMetal-Truppe mit unserer Stammkapelle MINJAR (www.minjar.de) auf’m Konzert mit anschließendem Zechgelage am Arsch der Welt befand, tingelten lediglich Kollege Odium und ich, bewaffnet mit guter Laune und reichlich Spirituosen, in Richtung des Gelsenkirchener Amphitheaters, malerisch gelegen am immerbraunen Rhein-Herne-Kanal. Vor Ort, fand sich dann doch noch ein ansehnlicher Pulk aus teilweise mehr, teilweise weniger bekannten Gesichtern ein, mit denen wir auf drei ereignisreiche Tage anstießen. Der Willkommenstrunk mutierte (wer hätte es gedacht) jedoch schnell zu einer voll ausgestatteten Sauforgie, die ihren Höhepunkt erreichte, als die Verfasser dieser Zeilen den gerade geöffneten „kleiner Feigling“-Stand entdeckten. Leicht angetüddelt verpassten wir sogleich den Auftritt der ersten Band des Abends, aber was von der kleinen Bühne an unsere Ohren drang, bestärkte uns sowieso nur darin auf ENGEL einfach zu verzichten.
Bei CUSTARD sah die Sache dann schon anders aus. Offenbar hatten nicht nur wir vor deren Auftritt reichlich Alkoholika intus, so dass gut und gerne 500 Volltrunkene den mehr als gelungenen Auftritt der Power-Metaller genossen und wohlverdient abfeierten.
Zu meinem größten Bedauern muss ich gestehen, dass wir unsere journalistische Professionalität von diesem Zeitpunkt an vollkommen über Bord warfen, so dass die Frage: „schaun’ wa’ uns MERCENARY und MORGANA LEFAY an oder zechen wa’ bis wa’ umfall’n?“ schnell geklärt werden konnte. (Darky)

Samstag: 3. Juni 2006

Scheisse ey, gestern war’s wohl doch’n bissken viel. Naja, Indianer und gestandene Metaller kennen halt keinen Schmerz und erst recht keinen Kater der einen lähmender Weise davon abhalten würde, sich gleich zum Frühstück das obligatorische erste Bier des Tages einzuflößen. Dies brachte nicht nur den müden Kreislauf wieder auf Touren, sondern kam uns insofern auch gelegen, da der große Vollrausch, aus Gründen der frühabendlichen Objektivitätsfähigkeit, an diesem Tag einstimmig auf den späten Vormittag vorverlegt wurde. Mit `nem frisch gezapften Pils ging’s also ab ins betonierte Halbrund vor der Bühne. Unser angeschädigter Bewegungsapparat missgönnte uns zwar dem Auftritt von MYSTIC PROPHECY stehend beizuwohnen, was die Jungs jedoch nicht davon abhielt ihren soliden Power Metal ins langsam erwachende Bangervolk zu pusten. Besonders der Überhit „Eternal Flame“ verschaffte so manch unausgeschlafener Seele, wenn nicht Flügel, dann zumindest lahme, aber gehfähige Beine.
Legion of the DamnedMit den Niederländern von LEGION OF THE DAMNED, den ehemaligen OCCULT, stand als nächstes das erste Highlight des Wochenendes auf dem Programm.
Wenn die Jungs aus unserem freundlichem Nachbarland auch früher schon hammeraffentittengeil waren, so sind sie in diesem neuen Gewand der totale Oberbringer. Mit ihrem vollkommen rotzigen Thrash Metal in bester SLAYER-Manier und dazugehöriger Death Metal Einlage, wussten die Jungs absolut zu überzeugen. Ihr bis dato einziges Album „Malevolent Rapture“, welches komplett durchgezockt wurde, ließ die Matten vor der Bühne gehörig kreisen und zaghafte Moshpitversuche waren gleichwohl zu erkennen.

PrimordialDefinitiv viel zu früh auf die Bretter geschickt wurden die heidnischen Düsterbarden von PRIMORDIAL. Der episch, schleppende Sound dieses Gespanns ließ zwar den Großteil, der mittlerweile recht zahlreichen Zuschauer, eher kalt, dennoch fanden sich einige „ich hör alles wat Pagan is’“-Puristen, viele Schwarzmetallneulinge, „Hammerheart“-Liebhaber und sogar einige wenige Doom Metaller vor der Bühne ein und feierten Songs wie „The Gathering Wilderness“ und natürlich „The Coffin Ships“ mutig ab.

Danach wär’ mir dann fast der Kragen geplatzt. Dem äußeren Anschein nach, tummelten sich auf dem Gelände des Amphitheaters überwiegend Leute mit einem halbwegs vernünftigen Musikgeschmack. Hab ich zumindest gedacht, so dass Kollege Odium und ich uns vom VIP-Bereich aus genüsslich die gähnende Leere beim CALIBAN-Auftritt anzusehen gedachten. Und wat is’? Nix da mit gähnender Leere. Haufenweise verpickelter Metalcorekinder soweit das Auge reicht, eine höhere Macht mag wissen, wo die auf einma’ alle hergekommen waren. Während wir uns mit gleich gesinnten Kollegen bei reichlich Bier den Mund fusselig lästerten, ging vor der Bühne ein Moshpit nach dem anderen ab. Kacke, ey wo soll dat bloß hinführen? Ich reg mich schon wieder auf, daher reiche ich dat Wort an Kollege Odium weiter. (Darky)

BrainstormNur nicht aufregen, Kollege Darky, schließlich gab es mit BRAINSTORM anschließend wieder anständigen Metal auf die Ohren. Man muss kein Freund des relativ modernen Power Metals mit leichten Prog-Einflüssen sein, aber eins kann man der Band nicht absprechen: Ihre herausragenden Livequalitäten. Dies geht nicht zu letzt auf das Konto von Frontmann Andy B. Franck, der wie von der Tarantel gestochen über die Bühne fegte, sich als Crowdsurfer versuchte und die Fans eifrig zu Mitsingspielchen animierte. Für mich einer der besten deutschen Sänger in diesem Genre. Wer sich von dem gelungenen Auftritt im Nachhinein überzeugen will, dem lege ich die aktuelle Ausgabe des Rock Hard Magazins bzw. die darin enthaltene DVD ans Herz, u.a. mit Liveclips von SODOM, RANDALICA (!!!), LEGION OF THE DAMMNED und eben BRAINSTORM. Romantisches Highlight des Auftritts war übrigens der Heiratsantrag eines Schweizer Rock Hard Praktikanten (im schönsten Schwyzer Dütsch - herrlich!), dessen verdutzte Freundin nur noch ein hingerissenes „Ja!“ ins Mikro stammeln konnte.

NevermoreEs folgte die derzeit angeblich „beste Metal Band des Planeten“. Aha. Vermutlich bin ich der falsche Rezensent für diese Band, muss ich doch zu meiner Schande gestehen, mich mit NEVERMORE bisher nicht sehr intensiv auseinander gesetzt zu haben. So bleibt mir nur, meine Eindrücke vom Auftritt zu schildern. Die vier Jungs aus Seattle, die momentan ohne ihren aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Gitarristen Steve Smyth auskommen müssen, stürmten jedenfalls hochmotiviert auf die Bühne und wurden von den Heerscharen ihrer Fans begeistert empfangen. Bei mir persönlich wollte der Funke allerdings nicht so recht zünden, was an meiner zunehmenden körperlichen Erschöpfung bedingt durch den Alkoholexzess des Vortages gelegen haben könnte oder aber an der zunehmenden Ungeduld, mit der ich den Gig von SODOM erwartete.

Um Punkt 20.00 Uhr war es dann endlich so weit: Die beste Band aus meiner Heimatstadt enterte die Bühne des in eben genau dieser Stadt gelegenen wunderschönen Amphitheaters. Was kann es für einen waschechten Gelsenkirchener Thrash Metal Fan geileres geben? Von mir aus könnten SODOM jedes Jahr auf dem Rock Hard spielen, besonders wenn sie so Auftritte wie 2006 hinlegen. Begonnen wurde erwartungsgemäß mit Songs des neuen Albums, bevor endlich die heißerwarteten Klassiker ausgepackt wurden. Immerhin wurde auch das zehnjährige Bühnenjubiläum in der Formation Bobby-Bernemann-Tom zelebriert, weshalb im Vorfeld großspurig eine spektakuläre Pyro-Show angekündigt worden war. Naja, die ein zwei Explosönchen waren zwar nett anzusehen, aber da hätte man nicht so ein Trara drumherum veranstalten müssen. Ärgerlicherweise versagte mir meine Kamera ausgerechnet zu Beginn der SODOM-Show kurzweilig den Dienst, weshalb es leider keine Ruhrmetal Bilder vom Auftritt zu sehen gibt. Aber auch so hatten Darky und ich jede Menge Spaß. Nachdem wir während des Gigs mal beschlossen hatten, ne kurzfristige, erschöpfungsbedingte Pause einzulegen und uns auf den Stufen des Amphitheaters niederzulassen, sprangen wir beide, als die ersten Takte von „Bombenhagel“ erklangen, synchron auf und stürzten uns wieder in die fröhlich feiernde Menschenmenge vor der Bühne. Geil! (Odium)

Nun stand noch der „Special“-Teil des in meinen Augen genialen SODOM-Auftritts an, der mich in meine frühe Jugendzeit zurückführte. Angeführt von Sir Pommes (alias Götz Kühnemund) höchst persönlich feuerten RANDALICA mit ihren Evergreens „Tote auffe Tanzfläche“, „Nach uns die Sinnflut“ und „Potent, willig und solo“ eine viertel Stunde lang ein Party/Thrash Metal Feuerwerk der Güteklasse Doppel-A ab.

Bolt ThrowerUnd als wär’ unsre Muskulatur danach nicht schon gelockert genug gewesen, drohte mit der Death Metal Panzerbrigade BOLT THROWER gleich der nahende Nackenwirbelexitus, der mit Songs wie „Those once loyal“, „The Killchain“, „No Guts, no Glory“, dem unverzichtbaren „Warmaster“ und natürlich „…for Victory“ auch beinnahe eingetreten wäre. Vollkommen im Arsch und immer noch durchnässt galt es nun die letztmöglichen Reserven zur Mobilisation zu Bewegen, da immerhin noch die Rückkehr der Veteranen von CELTIC FROST auf dem Programm stand, der jedoch ins Wasser fiel, da Sänger Tom G. Fischer mit einer akuten Nierenkolik (Nicht-Mediziner schauen bitte hier nach) ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Als Ersatz konnte die Rock Hard Crew spontan die Lager SODOM, NEVERMORE, BRAINSTORM und SOILWORK dazu überreden noch einmal ein paar Songs zu zocken, wovon wir uns allerdings in Anbetracht deutlicher Ermüdungsanzeichen die meisten schenkten und für diesen Tag Schicht am Schacht machten.

Sonntag: 4. Juni 2006

Sonntags in aller Frühe und vor allem in alter Frische fanden wir uns erneut vor dem Festivalgelände ein. Das erste Bierchen klar gemacht und dann sollte es ab vor die Bühne gehen, standen doch die zuckersüßen Rock’n’roll Schnecken von CRUCIFIED BARBARA als erster Akt auf dem Programm. Leider rechneten sowohl die Veranstalter, als auch das örtliche Einlassfachpersonal nicht mit einem solch großen Ansturm zu solch früher Stunde, so dass der Eingangsbereich sich schnell verstopfte. Kein Problem für verkatertes Journalistenpack und ab zum VIP-Eingang, der jedoch ebenfalls bis weit in den Auftritt der Mädels hinein verschlossen blieb, da Kollege Hausmeister den Schlüssel verschlampt hatte. Zahlreiche Bestechungsversuche gegenüber der Security uns gegen Aushändigung eines Gerstensaftes auf unsere Kappe doch einfach über den Zaun klettern zu lassen, blieben erfolglos.

VolbeatReichlich skeptisch verfolgten wir den Auftritt der uns nix sagenden Rockabilly meets MOTÖRHEAD Truppe VOLBEAT, die uns mit ihrem Mix aus Rotz Rock und amtlichen Heavy Metal völlig von den Latschen kippen ließ. Wer einmal ein wenig über seinen begrenzten Horizont hinaus schauen will, sollte diese Band auf jeden Fall einmal antesten.

GojiraIch hab schon viele Schreiberlingkollegen getroffen die GOJIRA als „unglaublich anspruchsvoll und technisch auf ´nem ganz ganz hohen Level“ angepriesen haben, ich für meinen Teil fand diese Franzmann Truppe mit ihrem „versuchen wa’ ma’ Grindcore auf’m hohen Niveau zu spielen“ einfach nur Scheisse.

Beyond FearGaaanz im Gegensatz zu einem DER Sangeswunder der Heavy Metal Welt. Mit BEYOND FEAR war die neue Truppe um Tim „Ripper“ Owens am Start, die mit ihrem klassischen Stoff, der nicht nur stimmlich überdeutliche Priest-Anleihen beinhaltet, voll ins Schwarze getroffen haben. Leider sahen dies nur wenige der Anwesenden ein, so dass sich die Fress- und Bierstände über reichlich Umsatz freuen konnten und nur ein kleiner, aber eingeschworener Haufen True Metaller die Fäuste gen Bühne reckte (waren wohl wirklich zu viele Caliban-Kinder auf’m Gelände).

(Darky)


EvergreyZu EVERGREY werd ich mich mal kurz fassen. Gute Musiker, gute Show, aber einfach nicht meine Musik. Ein wirklicher Prog-Kenner bin ich eh nicht, aber da finde ich noch eher Bands wie die später folgenden FATES WARNING interessant, als das ich mir sowas nun geben müsste. Deshalb bin ich, nachdem die übliche Photographen Pflicht erledigt war und ich mir noch ein, zwei Songs angesehen hatte, schnell mit Darky mit nem kühlen Bierchen ins VIP Zelt geflüchtet, auch um der doch recht intensiv scheinenden Nachmittagssonne zu entgehen. Auffallend war übrigens die erstaunlich hohe Anzahl an Mädels vor der Bühne, die die Göteborger anschmachteten… hach, ne, sind se nicht süß?

FinntrollWeniger süß, sondern eher fett, bärtig und hässlich sind die Musiker von FINNTROLL. Ich sah dem Auftritt der Trolle mit großer Skepsis entgegen, schließlich hat Frontsau und Obertroll Wilska die Band verlassen, dementsprechend gespannt warteten alle auf seinen Nachfolger. Als FINNTROLL schließlich die Bühne enterten, konnte bzw. wollte ich meinen Blicken nicht so recht glauben: dieses schmächtige Bürschen im Tucken-Rock soll allen Ernstes der neue Troll am Mikro sein? Muhahaha - selten so gelacht! Ging die Stimme noch einigermaßen in Ordnung – wobei Wilska dem Gnom auch da haushoch überlegen ist – so sind die Ansagen und die Bühnenausstrahlung generell eine einzige Katastrophe. Ich habe selten einen so genannten „Frontmann“ mit so wenig Charisma erleben „dürfen.“ Trolle, holt Wilska zurück – aber dalli! – oder ihr seid ruckzug weg vom Fenster! Außer bei den Ansagen tobt und feiert die Menge aber, als ob es kein Morgen gäbe. Optisches Highlight für den stillen Betrachter am Rande: Punks mit Slipknot Shirt, die crowdsurfen und „trollhammaren!“ schreien. An solchen Tagen ist man geneigt, den Glauben an den Metal-Gott zu verlieren. Auffallend ist, dass viele Metaller, deren Kutten Finntroll-Patches zieren, es uns gleichgetan haben und auch eher gelangweilt am Rand sitzen. Verständlich, schließlich spielen Finntroll an jeder Straßenecke, d.h jeder der seit Jahren bei den Sommerfestivals oder sonst wo dabei ist, hat die Nordmänner schon x-fach gesehen und ist vom heutigen Auftritt genauso enttäuscht wie wir.

Aber für den traditionellen Metalhead wurde es danach noch schlimmer, die Melodic Deather von SOILWORK sollten spielen, weshalb Darky und ich das Amphitheater fluchtartig verließen, um uns draußen mit einigen hochprozentigen Alkoholika für den restlichen Tag zu stärken.
Fates WarningDen Auftritt von FATES WARNING verfolgte zumindest ich wieder mit gesteigertem Interesse, schließlich handelt es sich um eine legendäre Band, die sich außerdem, was Live Auftritte in Deutschland anbelangt, äußert rar gemacht haben, auch wenn ich (noch) keinen einzigen Tonträger von ihnen besitze. So wurde der Gig also zu einer Lehrstunde für mich als metallischen Jungspund, der mich sehr begeistert hat. Man kann über progressiven Metal sagen was man will, aber in kaum einem anderen Metal-Genre erlebt man derartig fähige Musiker. Außerdem verzichtet die Band (im Gegensatz zu Acts wie EVERGREY) auf einen Keyboarder und klingen so für Prog-Verhältnisse sehr Heavy. Ein arschtighter Gig!

EdguyNun neigte sich das vierte Rock Hard Festival zwar schon seinem Ende zu, aber zwei absolute Highlights standen noch aus. Zunächst wurden die Fuldaer Spaß-Metaller von EDGUY auf die Bretter geschickt, wobei diese Bezeichnung den Mannen um Goldkehlchen Tobias Sammet eigentlich gar nicht gerecht wird, schließlich handelt es sich um eine ausgereifte Band mit durchaus ernsthaften Songs, aber kaum eine andere Band betont halt so stark das Humoristische des Metals, von daher wird ihnen der Ruf als Spaßmacher Band wohl ewig anhängen. Aber wer sagt denn auch eigentlich, dass Metaller keinen Spaß haben dürfen? Höchstens grimmige Black Metaller, die prinzipiell bei Konzerten mit verschränkten Armen dastehen, anstatt mal ordentlich abzuhotten, wie es sich gehört. Aber das ist ein anderes Thema. EDGUY hatten das Amphitheater schnell in ihrer Hand und Bayern Fan Sammet durfte sogar ungestraft Dortmund-Schalke Witze machen (und das in der Stadt des SO4 bei einem von Zecken-äh, Verzeihung, ich meinte Dortmunder organisierten Festival…. Ne dat hätte aber auch ins Auge gehen können!).
Edguy2Sagt, was ihr wollt, ich fand´s wieder einmal richtig geil, entweder man liebt EDGUY oder man hasst sie. Hab die Truppe in diesem Jahr noch auf dem Earthshaker Festival gesehen, wo sie einen meiner Meinung nach sogar noch besseren Gig hinlegten als in Gelsenkirchen. EDGUY kicks ass! Die härteste Metalband der Welt, gleich nach Slayer! Nun aber Spaß bei Seite, es folgte ein Gig, den ich im Nachhinein als magisch bezeichnen würde.

DioMuss man zu DIO noch groß etwas sagen? Ich könnte stundenlang und seitenfüllend von dem kleinen Mann mit der großen Stimme schwärmen und würde dem ein oder anderen damit wahrscheinlich mächtig auf den Geist gehen, deshalb halte ich mich kurz: ein genialer Auftritt, der (fast) keine Wünsche offen ließ, (fast) alle Klassiker enthielt – auch wichtige Stücke aus der Rainbow- („Man On The Silver Mountain“ oder das kurz angespielte „Catch the Rainbow“) bzw. Black Sabbath Phase („Children Of The Sea“, „Heaven And Hell“). Der einzige Wehrmutstropfen war die Tatsache, dass, auch wenn die Spielzeit komplett ausgenutzt wurde, leider keine Zugabe mehr kam und somit von allen erwartete Stücke wie „The Last In Line“ oder das eigentlich obligatorische „We Rock“ entfiel, was sich aber erklären lässt, da Dios Mutter kurz vor dem Festival verstarb. Manch anderer hätte sich da wahrscheinlich gar nicht mehr auf die Bühne gestellt. Respekt!
DIO RULES! Basta!!


Fazit:

Es hat wieder mal sehr viel Spaß gemacht auf meinem Heimatfestival. Das Amphitheater mit der malerischen Kulisse des Rhein-Herne Kanals im Hintergrund bleibt eben als Festival-Location einzigartig und bietet viele unschätzbare Vorteile. Die Stimmung war klasse, das Wetter bis auf einen kurzen Regenschauer auch. Ich hätte die 50 € allein schon für DIO bezahlt, aber ich denke, dass alle Fans auf ihre Kosten gekommen sind, da die Mischung der Stilrichtungen wie jedes Jahr gut gewählt worden ist. Kritisch anmerken möchte ich jedoch, dass ich mich manchmal frage, ob Rock Hard wirklich jede Trendreiterei mitmachen muss. Für das nächste Jahr sind bereits wieder überaus wohlklingende Namen verpflichtet worden wie z.B. Amon Amarth, Grave Digger oder Tankard, aber zum jetztigen Zeitpunkt sind auch schon 3 (!!) Metalcore Bands bestätigt und ich frage mich ernstlich, ob man das so hinnehmen muss. Leute, ihr kriegt den Laden auch so voll, die pickligen geschminkten Schwuchteln braucht wirklich niemand. In diesem Sinne: Metalheads, tut was für eure Szene und unterstützt die neue Sacred Steel Kampagne! (Odium)

Cheers!


Darky & Odium of Ruhrmetal.com