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Ruhrmetal.com Review : Sacred Steel + Wizard + Powervice, Essen – Turock, 11.11.2006
» Review : Sacred Steel + Wizard + Powervice, Essen – Turock, 11.11.2006
Von: 19.01.2007


Review : Sacred Steel + Wizard + Powervice, Essen – Turock, 11.11.2006

 
Quelle/Link: www.sacredsteel.de
Datum: 19.01.2007
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Es versprach ein Abend des wahren Edelstahls zu werden. SACRED STEEL präsentierten im November im Essener Turock ihr neues Album „Hammer of Destruction“. Als Support waren die True Metal Kollegen von WIZARD, sowie die niederländischen NWOBHM Fanatiker von POWERVICE angereist.

Powervice 3Als ich mit einiger Verspätung das Turock erreichte, muss ich zu meinem größten Bedauern feststellen, dass POWERVICE bereits bei ihrem vorletzten Song angelangt sind, welche ich von der Theke aus mit Genuss verfolge. Der klassische Heavy Metal der fünf Holländer klingt unüberhörbar nach einer IRON MAIDEN-Kopie, was sich jedoch nicht negativ auswirkt. Im Gegenteil, denn mit merklicher Spielfreude können die Jungs das sich langsam füllende Turock voll überzeugen. Anwesende Kumpels berichten mir, dass Songs wie „The End is coming“ oder „Behold the Hand of Glory“ absolut überzeugend präsentiert wurden.

Wizard 2Die Stimmung steigt spürbar als die True Metalheads von WIZARD die Bühne entern. Die anwesenden 200 Headbanger lassen ihre Rüben zu jedem einzelnen Song wackeln und feiern die Band verdientermaßen nach jedem Song gehörig ab. Zwar ist der schnörkellose Power Metal und der triefende Pathos der Band nicht jedermanns Sache, aber ein Blick ins Publikum verrät, dass heute Abend auch nicht Jedermann anwesend ist, sondern ausnahmslos Jünger der wahren Lehre, verkörpert durch zahlreiche Kuttenträger. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade Songs vom überaus erfolgreichen Album „Odin“ und Klassiker wie „Hammer, Bow, Axe and Sword“ und natürlich „Defenders of Metal“ besonders gut ankommen. Lediglich das von vielen Fans vermisste „Mighty Wizard“ fehlt gänzlich in der Playlist. Mit dem Versprechen den Song auf den kommenden Release Shows des neuen Albums „Goochan“ aber mit Sicherheit zu spielen, können jedoch die meisten Anwesenden beruhigt werden.

Sacred Steel 2Nach einer erfrischend kurzen Umbauphase, entern schließlich SACRED STEEL mit den Tönen von „Open wide the Gate“ die Bühne und sorgen vom ersten Takt an für eine abgefahrene Stimmung auffe Hütte. Die beiden Neulinge Jonas Khalil (Gitarre) und Kai Schindelar am Bass sorgen nicht nur auf dem neuen Album „Hammer of Destruction“ für reichlich frischen Wind, auch auf der Bühne merkt man der Band die neu entdeckte Spielfreude merklich an. Das True Metal nach wie vor eine ziemlich elitäre Sache ist, wird besonders an der Tatsache deutlich, dass das Turock mit vielleicht 250 Nasen nicht einmal halb gefüllt ist. Der Stimmung tut dies jedoch in keiner Weise Abbruch und mal ehrlich, 100 Zuschauer mehr, welche sich mit der dargebotenen Musik aber nicht identifizieren können, braucht wirklich niemand. Gerrit und Co. werden Fäuste reckend begrüßt und ausnahmslos jeder einzelne Song aus der mittlerweile zehnjährigen Bandgeschichte wird mit amtlichem Headbangen und tosendem Applaus quittiert.
Sacred Steel 1Zur großen Freude aller Anwesenden bietet die Band einen gelungenen Querschnitt ihrer gesamten Karriere dar und so fehlen neben Klassikern wie „Battle Angel“ oder „Metal reigns supreme“ auch keine neueren Sachen wie „Slaughter Prophecy“ oder „Crush the holy, save the Damned“. Vom neuen Album werden neben dem Titelsong die Stücke „Maniacs of Speed“ und „Impaled by Metal“ zum Besten gegeben. Frontglatze Gerrit rennt wie ein wild gewordener Berserker über die Bühne und sucht ebenso wie seine Bandkollegen reichlich Kontakt zu den Fans, welche völlig aus dem Haus geraten, als zum Ende hin „Sacred Warriors of Steel“ und „Wargods of Metal“ gespielt werden. Da Zugaben im Turock ja immer so eine Sache sind, kehrt die Band unter donnerndem Applaus schnell auf die Bühne zurück und sorgt mit dem Coversong „(Empty) Tankard“ dafür, dass auch der letzte Metalhead freudestrahlend auf und ab springt.

Fazit: Ein saugeiler Abend, der lediglich durch die Tatsache, dass ich keines der ultra-kultigen „Metalheads against Metalcore“ T-Shirts mehr abgreifen kann, getrübt wird.


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