Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:12 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Ulvhedin - Pagan Manifest
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Ulvhedin  - Pagan Manifest
  »Trackliste
1. Element Of Sorrow
2. Maanelys
3. One Eyed God
4. Where The Spirits Gather
5. The Ungodly Path
6. Pagan Manifset
7. Echo Of The Goddesses Voices
8. Gnipahellir


Release: 25.10.2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Pagan Metal
Laufzeit: 42.10 min
Format: CD Audio
Label: Einheit Produktion

 

Norwegen, es brodelt mal wieder im Städtchen Haugesund. Richtig, dieser inzwischen
schon fast geschichtsträchtige Ort hat schon Größen wie Enslaved, Thundra oder Einherjer aus den tiefsten Abgründen hervorgespiehen, die neuste Enddeckung folg. Nun nach 11 langen Jahren sollte es der Viking/Pagan Band Ulvhedin endlich vergönnt sein ihr Debüt “Pagan Manifest“ auf den Markt zu schmeißen. Nach zahlreichen Lineup-Wechseln und einer kleinen Auszeit gelang es den vier Musikern 1998 ihre erste Demo „Gnipahellir“ einzuspielen. Durch die guten Resonanzen, sprang ein Plattenvertrag bei „Native North Records“, dem Label von Einherjer heraus. Im Jahr 2000 sollte das Debüt Album erscheinen, jedoch wurden der Band wieder mal Steine in den Weg gelegt, „Native North Records“ ging Pleite. Das deutsche Label „Einheit Produktion“ nahm sich der Band an und so erlangte das lang ersehnte Debüt „Pagan Manifest“ am 25.10.2004 endlich sein Release. So, kommen wir nun zur musikalischen Seite der Band.
Das erste Stück „Element Of Sorrow“ ist von langsamer und schwerer Natur, zum Ende hin wird’s noch einmal ein bisschen zügiger und Sänger John Lind kommt langsam zum Zuge, einige nette Riffs, ansonsten erinnert es vom Gesang her etwas an Bathory. Track zwei, es wird düsterer am nordischen Firmament, einiges an Tempi zugelegt. „Maanelys“ kommt in Landessprache sehr zielgerichtet zur Geltung, aufbrausend und wütend brechen die Gitarrenparts durch den Hörgang. Das dritte Stück „One Eyed God“ macht einmal mehr die Verbundenheit zur germanischen Mythologie unwiderlegbar. Eingängige Musik gepaart mit Passagen aus Sprechgesang und wütendem Gebell vom Herrn Lind, gibt den ganzen einen eigenwilligen Charakter. Der vierte Song „Where The Spirits Gather“ nimmt noch mal ein wenig an Tempo zu, um sich dann zum Abschluss hin in eine melodische Weise auszuklinken. Etwas roher wird’s dann im fünften Stück „The Ungodly Path“ hier wird stellenweise erstmal ordentlich draufgeknüppelt, wirkt leider teilweise ein wenig chaotisch. Kommen wir nun zum Titeltrack der Scheibe „Pagan Manifest“ einfach ein geiler treibender Sound, endlich wird das Gesangspotenzial des skandinavischen Leitwolfes einmal voll ausgereizt, dies ist eindeutig eines der stärksten Stücke der Platte, also unbedingt mal reinhören. Das nächste Stück „Echo Of The Goddesses Voices“ beschäftigt sich wieder einmal mit dem Themenkreis der germanischen Mythologie und so finden hier die Schicksalsschwestern Urd, Werdanda und Skuld ihrem Triumphzug. Ein Stück mit viel epischer Tiefe und Melodie die hier sehr gut durch einige Keyboardeinlagen zur Geltung kommen. Das letzte Stück der Platte „Gnipahellir“ ein Instrumental, zieht noch einmal ein Resümee aus dem gesamten Album, wer jetzt allerdings auf ein absolutes Highlight hofft wird enttäuscht werden, so wird nicht wirklich etwas Neues geboten.

Dissertation: Zum Teil ist die Scheibe mager in Sachen Abwechselung ausgelegt und dümpelt vor allem am Anfang ein wenig vor sich hin, die stärkeren Stücke befinden sich allesamt im hinteren Teil der Scheibe. Hier und da sind noch einige kleine defiziente in Sachen Gesang. Man sollte jedoch von diesen kleineren Mieseren absehen, da es sich um die erste Platte der Band handelt. Sicherlich werden noch viele Frömmler den Stiel der Band folgen, wobei die Band jedoch hoffentlich ihre Eigenständigkeit beibehält. Mit einem Quäntchen Glück bleibt diese Band hoffentlich Individualist auf der Welle des immer ansteigenden Meer aus Pagan/Viking Bands. Ich wünsch ihnen viel Glück dabei!


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