Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:01 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Agamendon - The Toxic Way of Life
» Agamendon - The Toxic Way of Life
Homepage : www.agamendon.de
 

Agamendon - The Toxic Way of Life
  »Trackliste
1. Awaken
2. Selected & Dead
3. Toxic Zombie
4. The Picture
5. Outbreak
6. Revenge
7. Anger
8. The Last Way


Release: 10.07.2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 27.27 min
Format: CD Audio
Label: Steel Meets Steel

 

Und wieder eine Band, die auf den momentan sehr erfolgreichen Melodic Death Zug aufspringen will, werden viele denken. Doch wer so schnell urteilt, verpasst eine vielversprechende neue Band, die sich durch ihren ganz eigenen Stil erfrischend vom momentan stark vertretenen Schweden MeloDeath abhebt. Das Agamendon Live einiges draufhaben, haben sie schon vor kurzem, während der Steel-Meets-Steel Roadshow in Castrop-Rauxel bewiesen. Ob das ganze auf Platte gepresst genau so gut rüberkommt, ist natürlich nicht immer gesagt. Doch Agamendon verstehen ihr Handwerk und so ist nun mit „The Toxic Way of Life“ ihr Debütalbum erschienen, dass sich vor größeren Produktionen dieses Genres keineswegs verstecken zu braucht. Dies hängt unter anderem mit der lupenreinen Aufnahmequalität zusammen. Alle Instrumente sind sehr gut aufeinander abgemischt, was natürlich besonders den melodischen Parts sehr zugute kommt. Doch trotz alledem findet sich auch wunderbar hartes Geknüppel, dass mit Death typischen, dreckigem geschredder aufwartet, ohne jedoch an irgendeiner Stelle die Melodie aus den Augen zu verlieren, die dem ganzen einen wunderbar runden Eindruck verleiht. Mein klarer Favorit ist Track Nummer 1 „Awaken“, der durch besonders gekonnten Wechsel zwischen ruhigen, melodischen Parts und hartem Geknüppel hervorsticht. Auch auffällig ist, dass man zu keiner Zeit in den cleanen Gesang abrutscht. Ebenfalls ganz klar ein Merkmal, dass man dieser Band zugute halten muss, ist es doch mitlerweile selten geworden. Das nächste Highlight findet man an 3ter Stelle, den Track „Toxic Zombie“ wahrschienlich jetzt schon die inoffizielle Hymne der Band. Hier hat man mal auf etwas Melodisches Beiwerk verzichtet und so einen wunderbar dreckig und böse klingenden Track geschaffen, der auch locker gegen Größen wie Six Feet Under bestehen kann. Als Bonus Track findet man sogar noch ein klasse Finntrollartiges Humpaa Stück, welches nocheinmal die Vielseitigkeit dieser Band unterstreicht und zeigt, dass durchaus noch Ideen vorhanden sind. Nur schade, dass man nicht noch mehr Ideen verarbeitet hat, denn das Album fällt mit lediglich 27 Minuten doch ein wenig kurz aus. Nichtsdestotrotz ein sehr gutes Debütalbum und man wird vermutlich in Zukunft noch einiges von Agamendon zu hören kriegen




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