Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 09:59 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Nightmission - Missionary
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Homepage : www.nightmission.de
 

Nightmission - Missionary
  »Trackliste
1. Dreamtime
2. No Saints in Black
3. Angel in Disguise
4. Fallen Angel
5. Get out of this Life
6. Mother Nature
7. Broken World

Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 33 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Nach einem heftigen Split haben sich die Düsseldorfer wieder zusammengerafft und machen sich nun daran die Metal- und Rockwelt zu missionieren. Selbstredend, dass die rheinische Combo nicht mit schwülstigen Predigten und Weihwasser sondern mit soliden Hardrock mit reichlich Metalschlagseite zu Werke geht. Zwar ist der Sound alles andere als innovativ aber mal ehrlich: Wie soll Innovation im Hardrock noch aussehen?
Als etwas unglücklicher Opener muss Dreamtime herhalten, welcher zwar einige Qualitäten vorzuweisen hat, aber die mehr als schräge und oft mehr als nur einen Ton danebenliegende Stimme von Sänger Tom Schuffartz erzeugt eine wahre Gänsehaut des Grauens. Gesanglich ist Dreamtime allerdings auch der einzige Ausfall. Das folgende No Saints in Black ist ein klassischer Metalstampfer der ohne Probleme auf einem 80er Sampler hätte stehen können. Schwere Riffs und ein eingängiger Refrain wissen halt zu überzeugen. Die gekonnte Rockballade Angel in Disguise erinnert streckenweise an eine Mischung aus alten Guns n’ Roses und Neurockern wie Staind und kann ein klasse Gitarrensolo im letzten Drittel vorweisen. Fallen Angel ist mein heimlicher Favorit. Ein wenig sauberer produziert hätte die Nummer wirklich das Zeug zum Hit. Brettharte Riffs und Getrommel das voll auf die Zwölf haut sprechen Bände. Etwas moderner aber keineswegs zu gewagt kommt Get out of this life daher. Mother Nature besinnt sich hingegen wieder ganz auf die Wurzeln der späten glorreichen 80er. Komplett mit, natürlich gestellter, Stadionansage im Mittelteil – lediglich ein ordentliches Solo fehlt hier noch. Das abschließende Broken World beginnt zwar als sachte Ballade entwickelt sich im Laufe der gut sechs Minuten aber zu einem straighten Heavy Rocker mit abwechselnd cleaner und verzerrter Gitarre.
Fazit: Der Underground ist endlich wieder um eine feste Größe reicher geworden.



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