Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 13:56 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Oneiros - Insania . Exanimis . Mortis
» Oneiros - Insania . Exanimis . Mortis
Homepage : www.oneiros.info
 

Oneiros  - Insania . Exanimis . Mortis
  »Trackliste
1. Insania
2. Stigmata
3. Creeping phobia
4. Phoenix
5. Exanimis
6. Crystal piles of mind
7. Slaves of cruelty
8. Disclose my abyss
9. Mortis
10. Nocturnal requiem
11. Fading light
12. Life is not eternal
13. Suffering's end
14. Black angel (Bonustrack)

Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Dark Metal
Laufzeit: 52.16 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Die folgende CD “Insania, Exanimis, Mortis“ stammt von einer weiteren sehr Interessanten Band aus dem Ruhrpott. Die Band „Oneiros“ (Traumwelt) welche 1999 als „Slaves Of Cruelty“ startete, lieferte hier mit ihrem Debütalbum ein exzellentes kleines Scheibchen ab. Eine nette Mischung aus melodischen Black Metal und klassischen Elementen, bei denen Geige und Keyboard nicht zu kurz kommen. Bei „Oneiros“ trällern gleich zwei Goldkehlchen ins Mirco, besser gesagt eins trällert und Numero zwo grölt, grunzt und keift sich die Seele (sofern er noch eine besitze) aus dem Leib. Was keinesfalls negativ gewertet werden sollte, vielmehr entsteht dadurch eine sich glanzvoll ergänzende Komponente. Ebenfalls sollte man den andern Musikern Beachtung schenken, was allerdings nicht schwer fallen sollte, da die immerhin achtköpfige Bandbesetzung nicht so leicht zu übersehen ist.
So nun genug mit dem Vorgeplenkel, widmen wir uns nun dem musikalischen Ergebnis, welches sich hoffentlich nicht als „Traumwelt“ der Band herausstellt.
Die CD selber ist in vier Kapiteln gegliedert, welches jeweils durch ein Instrumentalstück abgeteilt wird. So starten wir mit „Insania“ über „Exanimis“ zu „Mortis“ bis hin zum „Suffering’s End“. Nach dem leicht anspannenden Instrumental „Insania“ schlagen wir direkt ins Midtempostück „Stigmata“ ein. Das Stück geht wirklich unter die Haut, so lauschen wir erhaben den Klängen des Duetts. Etwas düsterer beginnt „Creeping phobia“ die Keyboardpassagen erinnern teils an eine Kirchenorgel, ein leichter Hauch von „Phantom der Oper“ macht sich breit, unterstreicht etwas Dramatisches. Verweilt wird nicht, so nähern wir uns den „Phoenix“. An sich macht sicht etwas Wirrnis breit, so geht der Gesang ein wenig durch die Vielseitigkeit der Instrumente verloren und wirkt in den Hintergrund gedrängt.
Kapitel zwei startet anschließend mit „Exanimis“ dem zweiten nicht ganz reinen Instrumentalstück, so geleitet ein Wispern die Melodie, Verzweiflung breitet sich aus. „Crystal piles of mind“ eines der Stärksten Stücke der Platte. So wird man mit temporeichhaltigen und gitarrenlastigen Riffs wieder aus seiner Melancholie geweckt. Ein spitze Song! Mit „Slaves of cruelty“ wird’s wieder etwas gemächlicher, diesmal ein Sologesang von Sänger Björn, erwähnenswert sind die Geigenpassagen. Nun zum letzten Stück des zweiten Parts „Disclose my abyss“, eröffnet in den tiefsten Tönen die der Herr zu Stande bringt. Zusätzlich durchzogen von einer femininen Seichtheit, leider tritt das Problem auf das die Stimme der Sängerin Kristina stellenweise leicht untergeht.
Kapitel und somit Instrumentalstück Nummer drei „Mortis“ ein langsames aber einfühlsames Pianostück, verläuft sich zum Ausklang hin in eine wehmütige Weise einer Spieluhr. Die Tür fällt wieder ins Schloss so verlassen wir den Raum und schreiten zum „Nocturnal requiem“. An sich ein ruhigeres Stück indem Geige und Gitarre sehr schön mit der Sängerin harmonieren. „Fading Light“ es wird noch ein wenig stiller, dieser Song beinhaltet ausschließlich Geige, Piano und Kristinas Gesang. Darauf folgend „Life is not eternal“ wieder begleitet von dramatischen Orgelklängen, die Saitenistrumente werden nur energischer Angespielt und man nähert sich langsam den Höhepunkt und dem dazugehörigen Ende.
Das letzte und vierte Instrumental und somit auch Outro „Suffering’s end“ man vernimmt das rauschen und knacken eines alten Plattenspielers, dessen Ton langsam verblasst, so wie alles im Leben langsam verblasst. Alles insgesamt noch einmal ein kurzer Rückblick, der einen nachdenklich Stimmt.
Der vierzehnte Track, ein Bonusstück, betitelt „Black angel“ in typischer Oneiros Manier mit Duettgesang, Keyboardorgel, Geigenparts eigentlich keine Überraschung zum schon gehörten Material.
Fazit: Ein sehr gutes Eigenproduziertes Album. Das einzige was die Wertung etwas runterzieht, ist das ein bisschen Abwechselung fehlt und zu mancher Zeit die doch sehr hohe Stimme der Sängerin etwas nervig wird. Ansonsten ein super Teil indem ihr auf jeden Fall einmal reinhören solltet.


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