Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:23 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Primal Fear - Devil's Ground
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Homepage : www.primalfear.de
 

Primal Fear - Devil's Ground
  »Trackliste
1. Metal Is Forever
2. Suicide And Mania
3. Visions Of Fate
4. Sea Of Flames
5. The Healer
6. Sacred Illusion
7. In Metal
8. Soulchaser
9. Colony 13
10. Wings Of Desire
11. Heart Of A Brave
12. Devil's Ground

Release: 21.02.2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 56 min
Format: CD Audio
Label: Nuclear Blast

 

Zugegeben ich habe mich bis zum heutigen Tage nicht all zu sehr mit Primal Fear beschäftigt. Die Götter mögen wissen warum, denn der neuste Silberling aus dem Hause Scheepers/Sinner & Co. geht mächtig ab. Los geht's mit der Hymne Metal is Forever . Stampfend mit geilen Screams beginnend, dann schneller werdend, ausgestattet mit nem schönen mitkreisch Chorus ist die Nummer der optimale Einstieg in die Platte. Gleichwohl halte ich die Nummer für die schwächste des Albums. Weitaus mehr kann Suicide & Mania überzeugen. Schwankend zwischen mid- und uptempo glänzt das Stück vor allem mit nem schönen Solo im Mittelteil. Visions of Fate geht etwas gemütlicher zur Sache. Sehr schöne Gitarrenarbeit und äußerst bangtauglicher Chorus und progressives Drumming runden die Sache ab.

Metallische Glücksgefühle stellen sich bei Sea of Flames ein. Das Tempo wird nun deutlich angezogen, die Vocals sind wieder ein wenig „Priest-iger“ und das dem Song zu Grunde liegende Riff ist zwar schlicht aber weniger ist eben manchmal mehr. Der Song ist leider viel zu schnell zu Ende und der Griff geht nach guten vier Minuten zwangsläufig zur Repeat-Taste. Ne deftige Ballade wird dem geneigten Hörer in Form von The Healer natürlich auch geboten. Akustische Klampfen bilden den Einklang bevor im Chorus wieder elektrisch verstärkt wird. Schluss mit Kaspermucke ist dann wieder bei Sacred Illusion , welches ein ordentliches Uptempokracher ist und bestimmt noch so manchen Nackenwirbel nach Valhalla schicken wird. Alsdann darf bei In Metal wieder richtig gestampft werden, während Soul Chaser erneut richtig aufs Gaspedal drückt. Colony ist durchschnittlich gut. Es gibt weder was zu meckern noch zu bemängeln. Tempo, Trommelei, Saitengezupfe und Geschrei alles passt, aber so richtig will der sprichwörtliche Funke nicht überspringen. Selbiger hüpft beim folgenden Wings of Desire jedoch sofort in die Gehörgänge. Gut der Text ist nicht das anspruchvollste was man bisher gehört hat aber es wird zumindest kein Fire-Desire-Reim verwendet - für alle Slow-Banger ein Muss. Heart of a Brave ist auch kein lyrischer Bringer aber die Speedfraktion dürfte sich hier angemessen bedient fühlen. Devil´s Ground ist kein Rausschmeisser im eigentlichen Sinne. Hierbei handelt es sich um eine kleine von Mat Sinner gesprochene Anekdote.

Wer den einen oder anderen Euro mehr auf den Ladentisch legt kommt noch in die Genüsse dreier Bonustracks. Die Young (ja das ist ein Rausschmeisser) fette Gitarren, abkratzendes Keyboard in der Mitte des Songs und nettes Gekreische - rundum gelungen! Dann…nervtötendes Rauschen dringt aus den Lautsprechern. Kein Problem. Einfach den Surround-Sound eingeschaltet und Metal is Forever und The Healer noch einmal im fetten 5.1 Mix genießen.

Fazit: Alles in allem ein grundsolider Output. Für alle Fans der Band sicherlich ein Muss. Für die die es noch werden wollen der ideale Einstieg.


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