Datum : 23.06.2018
Uhrzeit: : 10:34 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Queen Absinthia - First Injection - Fucked By The Green Fairy
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Queen Absinthia - First Injection - Fucked By The Green Fairy
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1. God Save The Queen
2. First Injection
3. Crucifucked
4. Let You Die

Release: 2004
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 18.27 min
Format: CD Audio
Label: Frozen Sun Records

 

Winterthrone die Zweite. Da der Alleinunterhalter des Winterthrons, Steffen Brückner, wohl keine Böcke mehr hatte Musik allein im heimischen Kämmerlein einzuknüppeln hat er sich schnurstracks zwei Kumpels namens St. George und Cörnhellius (Anwärter auf den „lustigstes Pseudonym des Jahres“ Award) geschnappt und unter dem Namen Queen Absinthia ein weiteres Machwerk schwarzmetallischer Kunst eingespielt. Im Gegensatz zu Steffens (dem sein Pseudonym hier Assmoth lautet) Soloprojekt gehen QA jedoch weitaus traditioneller zu Werke. Keyboards oder gar Chöre sucht man hier vergebens, lediglich deutliche Death- und leichte Thrash Metal Einflüsse lassen sich raushören. In seinen Grundfesten verdient der Sound dieses Trios jedoch zu Recht das Prädikat rauer Black Metal alter Schule. Wo wir gerade bei „rau“ sind. Die Produktion ist schlicht und ergreifend schlecht, was dem Klangbild über weite Strecken erheblichen Schaden zufügt. Ich bin mir natürlich bewusst, dass wahrer Black Metal keine wirklich anspruchsvolle Produktion benötigt (zwinker, zwinker) aber es muss ja nicht gleich danach klingen, dass die Platte in Omas Kohlenkeller eingespielt und im Wohnzimmer gemastert wurde (wetten, dass die Produktion genau so abgelaufen ist???). Eingefleischte Fanatiker dürften sich hier demnach vollkommen bedient fühlen. „God save the queen“ leitet den Spaß ein und kann bei allen Vorurteilen richtig amtlich überzeugen, obwohl die Gitarren ruhig mal hätten gestimmt werden können. Schnell, bretthart und eisigkalt wird’s bei „First Injection“, das sowohl mit seinen kurzen Blastparts als auch mit seinem ansonsten eher heavygen Sound voll auf die Zwölf haut. „Crucifucked“ bietet noch mehr Death Metal Anteile auf als seine beiden Vorgänger und kann sogar eine ansatzweise erkennbare Melodie vorweisen. Leider fehlt in der mir vorliegenden Version der letzte Track namens „Let you die“, der jedoch bestimmt keine großen Überraschungen mehr bereithält.
Fazit: Da hier Hobbymusiker die Instrumente quälen und die Scheibe eher unteren Demostatus aufweißt, will ich mal über den miesen Sound hinweg sehen. Ein Reinhören für Underground Freaks und alles-Sammler lohnt sich aber auf jeden Fall.





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