Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 09:59 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Ravage - Get Fucking Slaughtered
» Ravage - Get Fucking Slaughtered
Homepage : www.totalravage.com
 

Ravage  - Get Fucking Slaughtered
  »Trackliste
1. Introduction
2. Get Fucking Slaughtered
3. Havoc Command
4. Nuclear Storm
5. Holycaust
6. Devilish Strike (Instr.)
7. Riddled
8. Vow Of Desecration
9. Into Your Demise
10. Blazing Chaos (Death upon the Nazarene)
11. Bloody Revenge (re-recorded Version)

Release: 15.01.2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 36.41 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Dem guten alten Thrash Metal haben sich in letzter Zeit leider reichlich wenige Combos verschrieben. Und wenn dieser klassische Metal Stil doch einmal wieder aufgegriffen wurde, dann wurde der Sound mit unnötigen modernen Elementen verhunzt. RAVAGE aus Düsseldorf bilden endlich mal wieder eine schöne Ausnahme. Just pure fucking old school Thrash Metal. Seid 1999 veröffentlichte das Quintett zwei recht schmackhafte Demos und stellte auch bereits seine Livequalitäten eindrucksvoll unter Beweis. Auf ihrem selbstproduzierten Debüt lassen die Jungs auch weiterhin nichts anbrennen. Bereits der Titel gibt deutlich die Marschrichtung vor. Nach einem schweren Riff während des Intros bricht das Inferno in Form des Titeltracks über den Hörer hinein. Brüllaffe Jan Michels weiß von der ersten Sekunde an mit seinem zweigeteilten Gesang, meist thrashig rauchig, oft deathig groovig, zu überzeugen und auch die Klampfer Demian Heuke und Daniel Pietzsch beweisen Spielfreude en masse. Von Anfang bis Ende ist ein Schlagwort maßgeblich für den Takt: Volldampf. Ob der coole Titeltrack, das folgende „Havoc Command“ das super schnelle „Holycaust“, das nette Instrumental „Devilish Strike“ oder die Übernummer „Blazin Chaos“ (absolut geile Gitarrenduelle) überall wird jedwede Geschwindigkeitsbegrenzung übertreten.
Fazit: Wer an Old School Thrash denkt dem dürften gleich zwei Regionen durch den Kopf schießen. Zum einem die Bay Area drüben in der neuen Welt, zum anderen der Ruhrpott hier im alten Europa. Ravage haben sich soundtechnisch zu meiner größten Freude dem eher europäischen Sound verschrieben. Und so stehen Kulttruppen wie Sodom und Kreator (von der Aggressivität her) genauso Pate für diesen geilen Thrash wie Destruction (spielerische Raffinesse).
Die Gitarren kommen ziemlich fett rüber und auch der Drumsound weiß zu überzeugen, der Gesang jedoch hätte etwas besser abgemischt werden können. Lediglich der Bass geht in der rauen Produktion etwas zu sehr unter. Aber wenn man die Tatsache bedenkt, dass die Scheibe im heimischen Proberaum und nicht in einem anständigen Studio aufgenommen wurde, übersieht man diese kleinen Mankos ziemlich schnell.


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