Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:03 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Reckless Tide - Repent or seal your Fate
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Homepage : www.recklesstide.de
 

Reckless Tide - Repent or seal your Fate
  »Trackliste
1. Desperation
2. Self Destruct
3. Misery
4. The Hunt
5. Death Train
6. Damned For Now And Nevermore
7. Demons And Dictators
8. Repent Or Seal Your Fate
9. Equality
10. Lebende Organverpflanzung
11. Shed The Chains
12. Intensity
13. To Die For Creativity
14. Reckless Tide

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 54.10 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon Music

 

Reckless Tide…? Mmhhh der Name sagt mir doch irgendwas. Achja dunkel erinnere ich mich daran, dass diese talentierte junge Thrash Metal Truppe aufm letzten Wacken Open Air den Metal Battle gewonnen hat. Die Jungs und das Mädel konnten damals mit ihrer starken selbstproduzierten EP„Insanity of Reality“ im Rücken voll überzeugen und haben einen der wichtigsten Nachswuchswettbewerbe zu Recht gewonnen. Der Preis war der mehr als verdiente Plattenvertrag mit Armageddon Music. In den kommenden Tagen erscheint nun das starke Label Debüt der Hannoveraner. Geändert hat sich so gut wie nichts. Weiterhin wird dem Hörer klassischer Thrash Metal mit starker Bay Area Attitüde geboten, der nicht nur engstirnige alt Metallica Fans hinterm Sofa hervor holen dürfte. Die Killerriffs von Bandgründerin Susanne Swillus und Oliver Jaath brechen ohne Vorwarnung auf die Hörnerven, die Basslinien von Henning Pfeiffer dröhnen richtig satt aus dem Tieftöner und der Doppelgesang der beiden Kreischer Andrew Troth und Kjell Hallgreen stellt sowie alles vor die Wand. Lediglich die Drums könnten etwas mehr Power vertragen, obwohl der Fehler hier sicherlich in der Produktion zu suchen ist, da die Spielleistung von Trommler Kai Swillus über die meisten Zweifel erhaben ist. Da der Sound klar als Thrash Metal, mit kleineren Death Anteilen, zu deklarieren ist versteht sich quasi von selbst, dass das Tempo fast durchgehend im oberen Bereich angesiedelt ist. Ausnahmen bilden dabei jedoch kraftstrotzende Nummern wie „The Hunt“ oder „Equality“ bei denen aber auch noch lange nicht von Midtempo gesprochen werden kann. Das restliche Material strotzt hingegen nur so vor Geprügel der aller feinsten Sorte. Bei aller Härte wird dabei jedoch eine anspruchsvolle technische Brillanz nicht außen vor gelassen. Speed Nummern wie der Titeltrack, „Death Train“, „Demons and Dictators“ oder das abschließende „Reckless Tide“ strotzen nur so voll rotzgeiler Soli und intelligent arrangierten Breacks. Weitere kleine Death Metal Auswüchse wie das witzige „Lebende Organverpflanzung“ (inklusive eines Fetzen des „Imperial March“ aus dem Star Wars Soundtrack – göttlich) runden den gelungen Mix ab.
Fazit: Wer auf Bay Area Ikonen wie Exodus und Testament abfährt kann auch bei Reckless Tide bedenkenlos zugreifen. Die kommende Digipack Version wird im Übrigen mit dem legendären Auftritt beim 04er Metal Battle ein besonderes Schmankerl enthalten.


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