Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 14:02 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sardonic - Say 10
» Sardonic - Say 10
Homepage : www.sardonicmetal.de
 

Sardonic  - Say 10
  »Trackliste
1.Abulia
2.Bloodrooted
3.Alive At The Gallow
4.Acid Rain
5.Dreamcatcher
6.Let Sleeping Gods Lie
7.Mutilated God
8.H.I.V.
9.It Lives
10.Beerpanic

Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 41.43 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Sardonic erhob sich aus der Asche der mehr oder minder bekannten Truppe DraconiS SanguiS mit dem Ziel einen etwas mehr Death- und Thrash Metal geprägten Sound zu zaubern. Gesagt, getan. Bereits nach wenigen Wochen konnten die Osnabrücker als Opener für markante Bands wie Die Apokalyptischen Reiter, Vader oder Mystic Circle den Abend eröffnen. Bereits seit längerem liegt auch ihr erstes Album „Say 10“ vor. Das Wortspiel ist zwar nicht gerade neu aber doch immer wieder lustig. Geboten wird was die Bandbio prophezeit. Stark Thrash lastiger Death Metal mit einer gehörigen Portion Melodien. Wer nun gleich die „Children of Bodom sind voll scheisse“ Flagge schwingt ist weit gefehlt. Trotz der angesprochenen, äußerst eingängigen Melodien, die hier und da an glorreiche Maiden-Outputs erinnern, haut der Sound dieses Quintetts wirklich voll auf die Fresse. Der eindeutig amerikanisch beeinflusste Stil dieser Band braucht sich gegenüber manchen Größen der Szene keinesfalls verstecken. Den Groove von Six Feet Under, die Brutalität von Slayer gemixt mit einer saftigen Portion Heavyness – so kann ein Erfolgsrezept aussehen. Gleich der Opener „Abulia“ geht richtig flockig und mit einem Affenzahn zur Sache. Aber auch die folgenden Stücke wie das schwere „Acid Rain“ oder das knackige „Let sleeping Gods Lie“ machen meiner Nackenmuskulatur ordentlich Spaß. Die Songs bewegen sich dabei fast alle im oberen Midtempobereich. Lediglich das abschließende „Beerpanic“ zieht das Tempo noch einmal gehörig an. Technisch gibbet eigentlich nix zu bemängeln. Die Produktion ist glasklar und das musikalische KnowHow der Beteiligten Künstler ist ebenfalls nicht zu verachten. Lediglich die cleanen Vocals von Sänger JoJo sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Und auch bei den gegrowlten Parts ist seine Stimme das ein oder andere Mal kurz vor dem Exitus.
Fazit: Mal wieder eine echte Perle die der Underground hervorgebracht hat. Wer auf Vader und Konsorten abfährt sollte hier auf jedem Fall das ein oder andere Ohr riskieren.


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