Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 03:00 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Shatterpoint - Consequences
» Shatterpoint - Consequences
Homepage : www.shatterpoint.net
 

Shatterpoint - Consequences
  »Trackliste
1. Pleasure The Pain
2. Crashing Down
3. Ended By Silence
4. Consequences
5. When I Die
6. No Man's Land

Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 31.35 min
Format: CD Audio
Label: Nordisk Produktion

 

Shatterpoint aus Kanada haben sich einer nicht gerade eigenwilligen aber hörbaren Mischung aus Thrash und Death Metal verschrieben, den sie der Welt mit ihrem Debütscheibchen vor die Füße knüppeln. Beim Betrachten der Promofotos denkt man jedoch zunächst an eine weitere NY-Hardcore Kapelle da die Jungs ihr Haupthaar fast alle eher im Millimeterbereich tragen und richtig evil, hinterhöflerisch drein schauen.
Der Opener „Pleasure the Pain“ ist ein würdiger old school Thrasher nach Brauart glorreicher Bay Area Zeiten, während „Crashing Down“ ein mordsmäßiges Todeserzerzeugnis a la Six Feet Under bildet. Das folgende „Ended by Silence“ unterstreicht dann beispielhaft die Stilart der sich Shatterpoint verschrieben haben und vermischt teutonische Thrashelemente mit Death Metal made in America. Der Titeltrack „Consequences“ verfügt endlich auch mal über ein paar amtliche Solos die zwar keinen akustischen Nobelpreis gewinnen werden aber zumindest meine Augenbrauen zum bangen bringen. Wie man es von nordamerikanischen (kontinental gesehen) Bands nicht anders kennt, darf die obligatorische, fast radiotaugliche Metalballade natürlich nicht fehlen wobei diese Plattitüden (ja ich kann auch selbstkritisch sein) nur auf den ersten Teil der Nummer zutreffen. Die letzten einhundertzwanzig Sekunden von „When i die“ stehen wieder ganz im Zeichen schwerer Riffs und Gurgelvocals. Puh bald geschafft nur noch „No Man’s Land“ (bietet keine großen Überraschungen) und die halbstündige Irrfahrt durch kanadische Musikergehirne ist vollbracht.
Ich weiß ja nicht ob Sänger Shaine Drake neben seinen röchelnden und aggressiven Gesang, der wirklich lehrbuchtauglich ist, auch die cleanen Vocals beisteuert, aber sollte dies der Fall sein eine Bitte an dich mein lieber Shane: Lass es ein! Dat hat kein Zweck!
Ohne diesbezüglich nun irgendwie rassistisch klingen zu wollen, aber was kam in der Vergangenheit schon großes aus Kanada? Gut Geysire sind ziemlich nett anzuschauen aber Dinge wie Celine Dion, Pamela Anderson oder ein Sport bei dem ein Haufen dick gepolsterter Kerle auf Glatteis hinter einer kleinen Hartgummischeibe herjagen sind wirklich nicht der Bringer. Shatterpoint zeigen, dass es auch anders geht. Zwar sollten die Jungs noch ein wenig an ihrem Sound feilen, aber da die Spielfertigkeiten der Protagonisten und die Produktion keine Wünsche offen lassen, verspricht der Trümmerpunkt ein stahlharter Exportschlager zu werden.
Fazit: Abzüge gibt’s im Grunde nur für den cleanen Gesang (ganz übel), den noch nicht ganz eigenständigen Sound und die Tatsache das Shatterpoint auch beim x-ten Durchlauf ein klein wenig klingen wie Nickelback die sich mal an echter Musik versuchen (Sorry aber die Hänselei konnte ich mir net verkneifen).


Ruhrmetal.com