Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:17 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Skyforger - Thunderforge
» Skyforger - Thunderforge
Homepage : www.skyforger.lv
 

Skyforger - Thunderforge
  »Trackliste
1.Kohta Ei Naura Enaa Jeesuskaan Squad
2. Armageddon Death
3. The Endless War
4. The Maggot Crusher
5. Curse Of The DeadMedusa
6. Suffer In Silence
7. Hald Of Flies
8. Recreate Thru Hate
9. Goat Seeds Doom
10. Even More Pain
11. Tribulation Hell
12. Urgent Need To Kill
13. All That You Fear

Release: 3.11. 2003
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Folk Metal
Laufzeit: 53 min
Format: CD Audio
Label: Folter

 

Die ehemaligen Sowjetrepubliken am Baltikum sind, soweit es Musik der härteren Gangart betrifft, ein weißer Fleck auf der Landkarte. So grenzt es schon fast an ein Wunder, dass das Quartett aus der lettischen Hauptstadt Riga einen Plattendeal im "Alten Europa" ergattern konnte. Doch eines sei vorweg gesagt, einen Exotenbonus haben die vier Letten absolut nicht nötig.

Die Band verknüpft recht geschickt Elemente des Speed- und Thrash Metal der späten 80er und frühen 90er mit Black Metal finnischer Prägung und nicht zuletzt lettischer Folklore. Die Mischung klingt teilweise recht punkig, was ich persönlich nicht unbedingt als negativ empfinde.Deswegen zähle ich die Musik zu Folk Metal.

Eingeleitet wird die Scheibe von dem druckvollen Midtemporocker "When Usins Rides", gefolgt von "The Shortest Night Of The Year", das durch ein glänzendes zweistimmiges Gitarrenspiel zu überzeugen weiß. Bei "Warlord Of The Sky" hingegen lassen die Könige des "Black Metal Punk" Impaled Nazarene grüßen - dies ist zugleich auch der einzige Song des Albums, auf dem die folkloristischer Elemente ein wenig deplaziert wirken. Das Instrumental "Long Dance" leitet sodann den zweiten Teil des Albums ein, der unüberhörbar von der heimischen Folklore der vier Letten geprägt ist. Besonders erwähnenswert ist hier "Oh Fog, Oh Dew", der mit reichlich 7 Minuten Spielzeit längste Song. Hier hat es die Band geschafft, durch eine gelungene Mischung aus Akustikparts und eingängiger Melodieführung ein wunderbar Retro wirkendes Stückchen Bombast zu kreieren, das sich durchaus mit den Größen des Genres messen kann. Abgerundet wird der durchaus positive Eindruck durch das doomige "Through The Gates Of The World" sowie den Rausschmeißer "In Darkness And Frost", der mich stellenweise ein wenig an den melodischen Speed Metal deutscher Machart erinnert, wie er seinerzeit von Helloween geboten wurde.

Vorliegendes Album macht definitiv Spaß und kann Freunden straighter Klänge wärmstens empfohlen werden. Bleibt als letztes noch zu erwähnen, dass die Scheibe nur in gut sortierten Plattenläden oder bei speziellen Versandhändlern zu finden sein dürfte


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