Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:22 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Slagmark - Eradication
» Slagmark - Eradication
Homepage : www.slagmark.tk
 

Slagmark - Eradication
  »Trackliste
1. Aeon Of Horus
2. Erase Christianity
3. Da Hedningen Tok Sverdet
4. Art Of War
5. Death Come Forth
6. The Glacers Battles
7. Death's Mask
8. Slavery By The Book
9. The Absence
10. Total War (pt.1)
11. Total War (pt.2)

Release: 15.03.2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 48.17 min
Format: CD Audio
Label: Source Of Deluge

 

Ist schon wirklich recht Interessant welche Black Metal Bands die Norwegische Grenzen passieren dürften. Auf einer Seite gibt es ja obertrue Bands die einfach nur Gewalt und Hass
durch ihr stumpfes und wirres Geballer verbreiten wollen und auf der anderen die bösen Boygroups die mit Keyboardpassagen und anderen ungewöhnlichen Stillmittel den Black Metal kommerzialisieren. Was am ende zu Dark Metal wird. Mich wundert es wirklich wieso sich die zwei unterschiedlichen Black Metal Arten noch nicht mit langen Fackelzügen und Heulgabeln ausgerottet haben. Liegt wahrscheinlich an der Tatsache das Musik, auch wenn die so böse ist, Spaß machen kann. Wo wir jetzt wieder beim Thema wären .Slagmark wurde Ende 1998 von Espen Antonsen, Vegard und Geir Jakobsen in Norwegen gegründet. Damals probte die Nordmänner in einer alten verlassen Schule und verzeichneten bis 2004 3 Demos ein paar kleine Gigs und sogar ein Auftritt auf dem Sunndal Rockfestival 1999. Mitte 2004 begann die Band langsam mit den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum "Eradiction" zu deutsch "Entwurzelung" wobei die Tracks Aeon of Horus und Death's Mask ins Internet gestellt wurden und wie das Leben so spielt hatten die Mannen in Windeseile ein Plattenvertrag bei dem Norwegischen Label "Edgerunner" am Hacken und der Veröffentlichung stand nun nichts im Wege.
Slagmark bieten mit ihrem Debüt Album eigentlich nichts neues was noch nie in irgendeiner Form da gewesen ist und davon abgesehen dass in den 48 Minuten die Scheibe an alte Satyricon und Marduk errinert und Avsk geschreie teils ziemlich undeutlich ist , was eigentlich normal bei dem Genre ist , bietet jedes Lied etwas spezielles in Musikalischer bzw. Akustischer Form was dem Hörer ein Aha aus seinen Mundwinkel entlockt. Das erste Lied "Aeon of Hornus" zb. beginnt mit kurzer Drumeinlage die nicht besonders Beeindruckend wirkt aber nach 4 sec sich zu einem sehr guten Gebolze weiter entwickelt. Wenn er weiter so schön die Drums vermöbelt könnte er bald echte Konkurrenz zu „Frost“ von Satyricon werden. Auch die Gitarren und der Gesang wechseln sich sehr stimmungsvoll ab und bilden eine harte Front der Verwüstung. Ein sehr geiles vorallem hartes und nicht zu vergessen schnelles Lied. Auch das dritte Lied "Da Hedningen tok sverdet" was soviel wie „Der Heide nahm das Schwert" bedeutet, kommt mit einem sehr Stimmungsvollen Idee rüber die auch sehr gut umgesetzt wurde. In der ersten Minute erkling ein Bombenangriff aus den Boxen der Wunderbar von einer recht düsten Melodie und später auch Stimme begeleitet wird. Im Großen und Ganzen erwartet den Hörer ein bombastisches Manifest an rauen und harten Norwegischen Black Metal der in keinster Weise chaotisch rüberkommt .Slagmar klingen zu keinem Zeitpunkt eintönig, verstehen ihr Handwerk sehr gut, und brauchen sich gar nicht vor dem Bandgrößen aus ihrem Lande zu verstecken. Dennoch wäre es vom Vorteil mehr an Gimmicks in das Material einzubauen um nicht ganz in der Szene der rauen Haudegen unterzugehen.


Ruhrmetal.com