Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 09:59 Uhr
   
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Todtgelichter - Fluch/ Sog In Den Wahnsinn
  »Trackliste
1. Intro
2. Fluss der Qual
3. Seelenfahrt
4. Ende einer Existenz
5. Uralte Schatten
6. Existenz aus Nichts
7. Die Tägliche Wandlung
8. Outro

Release: 1.11.2003
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 34 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Heute nehm ich mir mal ein paar Leute unter die Lupe, die sich zusammengefunden haben um der Welt ihre Definition von Black Metal zu zeigen. Es handelt sich dabei um die Band Todtgelichter aus dem (mir gar nicht so fernen) Großraum Hamburg. Leider hab ich kein Artwork zu der CD gefunden, da Freddy, seines Zeichens Klampfer und Wohltäter mir gütiger Weise die CD als MP3 überlassen hat. Danke hierfür nochmal! Soll uns aber nicht beeinflussen, eine objektive Bewertung des Ganzen abzugeben...

Dann fangen wir mal an: Das Intro wird von einem Klavierstück gebildet, sehr schleppend... naja und weils dazu auch noch Black ist, kann man auch nicht erwarten, dass es wirklich vor Lebensfreude sprüht... gut so! So gehört ein Intro im Black. Es ist nur etwas arg lang, man kommt schon fast in eine schöne Stimmung um sich gähnend aufs Bett zu legen. Kurz danach geht auch schon mit Fluss der Qual zur Sache: Ein schönes old-school-Riff zieht sich durchs Lied und verpasst mir einen gewaltigen Ohrwurm (ich hasse sowas!!!), der rotzige Kreischgesang passt auch wie die Faust aufs Auge. Mein Anspieltipp!
Mit einem abruptem Ende und sehr atmosphärisch klingenden Gitarren wird der Track 3 eingeläutet. Die Seelenfahrt ist wesentlich abstrakter, ruhiger geraten als der erste Teil der Scheibe, alledings steigert er sich mit zunehmender Spieldauer zu einem guten Kopfnicker. Nur das Ende knickt irgendwie ein wenig... ich finde die bassdrum viel zu laut. Weiter gehts mit Ende der Existenz und das setzt genau da an, wo die letzte Nummer aufgehört hat: beim Midtempo. Sehr störend in dieser schönen Landschaft aus sägenden Gitarren und Gekrächze find ich allerdings diese Endloslaberei am Liedende ? auch wenns eine künstlerische Note hat (haben soll).
Wenn dann die uralten Schatten heraufziehen, dreht die Silberscheibe auch langsam gegen Ende... Die letzten vier Lieder liegen vor uns und ich könnte immer noch keine Wertung abgeben, stehe zwischen gut und schlecht. Uralte Schatten ist wieder ein klassischer Midtemposäger, der auf Hälfte einen wieder aus der schönen Winterlandschaft eines old-school-Black-Albums herausreisst, versöhnt mich dann allerdings gleich wieder mit einem gelungenen Übergang in meine ?normale? Welt. Dagegen fetzt die Existenz aus Nichts richtig los und reisst mich zugleich mit. Endlich ein Lied, wo der langsame Mittelpart richtig gut reinpasst(!), hat ja auch lange genug gedauert! Mein zweiter Anspieltipp!
Die tägliche Wandlung setzt dann meine Punktemeinung zu der Platte fest: Zwar kein Killer, aber erinnert mich an ganz alte Black-Metal-Scheiben. Der Übergang zum Outro ist auch geil mit Screams untermalt, die langsam in dem einsetzenden Keyboard untergehen. Das Outro ist dem Intro nicht unähnlich, bildet damit das Alpha und Omega dieser Platte.
FAZIT: Die CD hat einiges zu bieten: old-school Black Metal mit einigen neuen Ideen und einigen schönen Riffs, wo vor allem Fluss der Qual und Existenz aus Nichts heraustechen. Der Rest geht in einem irgendwie-schon-mal-gehört unter, ist aber keinesfalls schlecht. Das einzige, was mich sehr gestört hat, waren diese Extrem-Künstler-Einwürfe in ganz langsam, aber das sollte man lieber jeden selbst überlassen. Insgesamt nach allen Hin- und Herüberlegungen (das echt nicht einfach war), die bis zu Track 7 gedauert haben, bleiben für diese Platte auf jeden Fall 4 schwarze Sternchen.


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