Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 13:41 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Turisas - Battle Metal
» Turisas - Battle Metal
Homepage : www.turisas.com
 

Turisas  - Battle Metal
  »Trackliste
1. Victoriae & Triumphi Dominus
2. As Torches Rise
3. Battle Metal
4. The Land Of Hope And Glory
5. The Messenger
6. One More
7. Midnight Sunrise
8. Among Ancestors
9. Sahti-Waari
10. Prologue for R.R.R.
11. Rex Regi Rebellis
12. Katuman Kaiku

Release: 2004
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Viking Metal
Laufzeit: 57.19 min
Format: CD Audio
Label: Century Media

 

Blind Guardian meets Viking meets schlechte Produktion meets sinnlose Texte meets einfach viel zu viel Pathos. So oder so ähnlich könnte man den Sound von Turisas beschreiben. Aber immer langsam mit den jungen Hunden. Die Band stammt aus Finnland und hat bereits im Jahr 2001, nach zwei Demoscheiben, ihr Debüt „The Heart of Turisas“ über SB Productions veröffentlicht. Lange Zeit blieb es dann still um die Nordlichter bis sich Century Media letztes Jahr ein Herz fasste und die Jungs unter Vertrag nahm. Schwups wurden alle kreativen Mühlen wieder angeschmissen und dort haben wir es nun – „Battle Metal“. Eingeläutet wird dieses Machwerk von einem minder imposanten Introgedudel namens „Victoriae & Truimphi Dominus“ welches nahtlos in „As torsches Rise“ übergeht. Gleich hier wird eines deutlich. Die Grundideen lassen zwar einiges an Potential erkennen, die Umsetzung dessen klingt aber einfach nur grottenschlecht. Der Sound ist blechern, die Riffs lahm und die gelegentlichen Soli zeugen von allem nur nicht von Einfallsreichtum. Diese Mankos ziehen sich leider wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Zwar bietet die Scheibe alles was einen Viking Metal Fan erfreuen dürfte, Schlachtenchöre, Folkelemente sowie eine Portion Bombast hier und da, aber fast alle diese Elemente sind in sinnloser Reihenfolge arrangiert. Bereits nach wenigen Minuten fällt selbst dem ungeübtesten Ohr auf, dass hier schlicht und einfach versucht wurde zu viele Ideen und unterschiedlichste Soundstrukturen auf zu wenig Platz zu positionieren. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Gesang. Ein kleiner Akzent ist ja noch ganz annehmbar und macht bei vielen Bands sogar einen Großteil des Gesamtsounds aus, aber wenn man bei so genannten cleanen Vocals teilweise nicht einmal annährend versteht, was der Darbietende dem Hörer zu vermitteln versucht, kann einfach kein wahrer Hörgenuss aufkommen.
Fazit: Die oben beschriebenen Mankos sagen ja wohl alles. Schade um an und für sich gute Songs wie der Titeltrack, „One More“, „The Land of Hope and Glory“ oder „Among Ancestors“.


Ruhrmetal.com