Datum : 24.06.2018
Uhrzeit: : 01:32 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Unleashed - Sworn Allegiance
» Unleashed - Sworn Allegiance
Homepage : www.unleashed.se
 

Unleashed - Sworn Allegiance
  »Trackliste
1. Winterland
2. Destruction
3. Only The Dead
4. The Longships Are Coming
5. Helljoy
6. Insane For Blood
7. I Bring You Death
8. Attack!
9. Ceo
10. One Night In Nazareth
11. Praised Be The Lord
12. Metalheads
13. To Miklagard
14. Long Live The Beast

Release: 2004
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 44.43 min
Format: CD Audio
Label: Century Media

 

Na endlich. Meine geröchelten Gebete sind erhört worden. Unleashed die Mitbegründer des Elchtods sind wieder erstarkt. Nachdem ihr Jahrhundertwerk „Warrior“ schon gute sieben Jährchen zurückliegt und man anno 2002 mit „Hell’s Unleashed“ ein allemal durschnittliches Album rausgehauen hat stehen die Nordmannen nun gestärkt durch „Sworn Allegiance“ wieder aufrecht auf ihren Beinen und sind nicht nur kampflustig sondern auch siegesgewiss. Und das aus gutem Grund. Den „Sworn Allegiance“ ist eine Todesbleikeule aller erster Kajüte und spielt wirklich alle vermeintlichen Death Metal Combos die in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen an die Wand. Dabei haben es die Jungs um Frontröhre Johnny Hedlung bei weitem nicht nötig sich neu zu erfinden oder bestehende Trademarks zu verhärten. Eine atemberaubende Symmetrie aus eisig, nordischen Gefilden und infernalen, höllischen Gestaden überrollt einen gleich zu Beginn in Form von „Winterland“. In bester Bandtradition ist der Song sehr schlicht und sehr schnell gehalten. Jetzt schon ein Klassiker. Das folgende „Destruction (for the race of men) entführt den Hörer einmal wieder nach Mittelerde und schildert den Kampf der Uruk-Hai gegen die Bevölkerung Rohans. Musikalisch steht der Song seinem Vorgänger, vom Tempo vielleicht einmal abgesehen, in nichts nach. „Only the Dead“ ist der erste Midtempostampfer der Scheibe und sticht besonders durch arschgute Gitarrenarbeit hervor. Mit „The Longships are comming“ wird’s mal wieder heidnisch schön. Die Klampfen grooven extrem fett und Membran brechend aus den Speakern und mit dem eingängigen Text kann man von einem baldigen Evergreen sprechen. Die drei folgenden Kracher „Helljoy“, „Insane for Blood“ und „I bring you death“ bilden ein ziemlich cooles Trio mit gewohnt Nacken brechender Kost, die allerdings keiner ausführlicheren Rezensierung bedarf. „Attack!“ macht seinem Namen alle Ehre und zertrümmert in 1:42 min. alles was seiner kurzen aber gewaltigen Fahrt im Wege steht. „CEO“ wird von Stakkato Riffs und sehr eingängigen Melodielinien geprägt. „One Night in Nazereth“ grooooooooovt und zwar ohne Ende, während „Praised be the Lord“ wieder knüppelmäßig Vollgas gibt. „Metalheads“ erübrigt sich eigentlich jeder Beschreibung. Death Metal Bands predigen bekanntlich eher selten die wahre Lehre und fordern von „true Metalheads“ sich die Runkel wegzubangen, gut das Unleashed da anders denken und hier eine grandiose Hymne geschaffen haben. Zum Ende der Scheibe bekommen wir noch einmal ein gewohntes Muster geboten. „To Miklagård“ die Midtempo Nummer mit einem geil gefrickeltem Solo gefolgt von „Long live the Beast“ dem Uptempoknüppler, der beim ersten Durchhören eher schlicht erscheint, beim zweiten Durchlauf allerdings vertrackte Arrangements aufweisen kann.
Fazit: Unleashed erfinden weder den Death Metal noch sich selbst neu. Weiterentwicklung findet wenn überhaupt nur in winzigen Dosierungen statt. Und soll ich euch ma was sagen? Recht so!!!! Es gibt einfach Bands den stehen soundtechnische Experimente einfach nicht. Unleashed haben dies begriffen und sind den heidnischen Göttern sei dank wieder back to the fucking roots!


Ruhrmetal.com