Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 09:58 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Anger - The Bliss
» Anger - The Bliss
Homepage : www.anger-music.com
 

Anger  - The Bliss
  »Trackliste
1. Feel My Anger
2. Another Game
3. Iced
4. Devil In My Mind
5. Say (What You Wanna)
6. Instants
7. Upside Down
8. Innersight
9. Xenemy
10. God In Me
11. Gonna Drown
12. Lost Soul

Release: 17.01.2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Neo Metal
Laufzeit: 46.11 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon Music

 

Anger, eine Band aus Portugal, legen mit „The Bliss“ ihre dritte Veröffentlichung vor. Gegründet wurde die Band 1994 und hält seid dem an ihrem Stil fest. Die Band konnte in ihrer Karriere schon als Opener für Megadeth oder den Scorpions fungieren. Man stand auch schon mit Metallica oder Monster Magnet auf der Bühne. Der Sound klingt sehr modern und ab und zu auch etwas Nu-Metal-lastig.
Die Scheibe beginnt mit „Feel My Anger“. Ein ganz gelungener Einstieg wobei es schon gut zur Sache geht. Es wird heftig geschrieen, ganz im Nu-Metal Stil. Man erreicht dabei aber nie die Qualität der Größen wie Korn oder Linking Park. Die Band baut aber auch sehr viele Rock-Passagen in ihren Songs ein, und Sänger Pedro Pereira weiß seine Stimme abwechslungsreich einzusetzen. Das es auch etwas softer geht beweist der zweite Song „Another Game“. Allerdings fehlt es diesem Song an Facetten, so dass er am Hörer etwas vorbeiplätschert. Ähnlich verhält es sich mit „Iced“, dem dritten Song. Gut gelungen ist dagegen „Devil In My Mind“. Sehr treibende Strophe, aggressiver Gesang und einen schönen Refrain runden diesen Song ab. Es wird außerdem vereinzelt mit elektronischen Spielereien gearbeitet, was aber in diesem Genre nicht unüblich ist. „Say (What You Wanna)“ gab es schon aus Singleauskopplung, wobei ich das nicht ganz verstehen kann. Gut, der Refrain rockt recht ordentlich, aber sonst ist der Song eher unspektakulär. Song Nummer sieben ist auch so ein Song den man sich ganz gut anhören kann, aber es haut einem nicht vom Hocker. Höhepunkt der Scheibe ist meiner Meinung nach „Upside Down“. Ein etwas langsameres Stück mit einer interessanten, fast schon psychodelischen Strophe und einem schönen emotionalem Refrain. Auch hier wurde nicht auf zusätzliche Effekte verzichtet, wobei sich diese sehr im Hintergrund halten um die Stimmung des Songs zu unterstützen. Fast schon punkig wird es bei „Innersight“. Erkennbar ist, dass die Band versucht sich ihren eigenen Stil zu schaffen und um Eigenständigkeit bemüht ist. Nach einem einminütigem Intro startet der Song „Xenemy“ mit einem fetten Riff. Die Strophe wird von intensiven Gesang charakterisiert welcher sich dann im Refrain entläd. Meiner Meinung nach ein typischer Nu-Metal Song. Auch das nächste Stück kann nicht so richtig überzeugen. Es schlägt in die selbe Kerbe wie auch schon der Song davor. Das vorletzte Stück kann noch mal für einen kurzen Höhepunkt mit einem coolem Gitarrenriff in der Mitte des Songs sorgen. Auf die letzte Nummer „Lost Souls“ hätte man auch verzichten können. Ein sehr ruhiger Song, aber leider kein gelungener Schluss des Albums.
Trotz des Bemühens um Eigenständigkeit ist das Album sehr durchwachsen mit einigen wirklich guten Momenten aber leider auch vielen Tiefpunkten.




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