Datum : 21.06.2018
Uhrzeit: : 06:49 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sniper - Your World is doomed
» Sniper - Your World is doomed
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Sniper  - Your World is doomed
  »Trackliste
1. Your World is Doomed
2. World Funeral
3. Divine Killer
4. Obey
5. Final Strike
6. Sniper
7. War Kills

Release: 17.05.2005
WERTUNG
4.5 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 27.40 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Yeah Baby, yeah! Endlich kann ich mich mal so richtig über andere Leute auslassen. Nicht, dass ich dies sonst nicht auch tun würde, aber in diesem Fall macht es mir gleich doppelt Spaß. Denn: Ich bin fünf Monate und acht Tage älter als das älteste Mitlied der Jungspunde von SNIPER. Das bedeutet im Klartext, dass ich in diesem Fall der große alte Mann des Metal bin und niemand meine Meinung anzweifeln darf, strrrrrike! Aber jetzt ist Schluss mit lustig und viel zu meckern hab ich eh nicht. Denn was die Jungs (man beachte die Verwandtschaft Jungs/jung, sorry ich hör jetzt wirklich auf damit) mit dieser Scheibe veröffentlicht haben, haut wirklich voll auf die Fresse, platzt gerade so vor Spielfreude, ist ausgestattet mit einer ordentlichen Portion musikalischen Könnens und verspricht eine Menge weiteres Potential. Nach dem Keyboard meets Donner meets Glocke meets Orgel Intro „Your World is doomed“ geht’s mit dem unheimlich groovenden Opener „World Funeral“ gleich in die Vollen. Das Tempo wird rasch in bester Slayer Manier angezogen und die Breacks kommen, zwar überraschend früh, passen aber perfekt in das sehr harmonisch gestaltete Klangbild. Sänger Mosher (ob’s eigentlich Menschen gibt die wirklich so heissen?) hat für seine gerade mal achtzehn Lenze schon ein amtlich fettes Gröhlorgan hinter den Kauleisten und murmelt was das Zeug hält. Weiter geht’s mit „Devine Killer“, dass wiederum ziemlich Death Metal lastig beginnt, sich jedoch schnell zu einem saugeilen High-Speed-Thrasher der Marke Kreator mausert. Richtig durchgedrückt wird das Gaspedal jedoch erst beim folgenden „Obey“, dass in bester Thrash Tradition eher schlicht aufgebaut ist und ordentlich knallt, selbst das Solo kann sich wirklich sehen/hören lassen (wie auch immer). „Final Strike“ kann ich persönlich nicht viel abgewinnen. Der Song wirkt unübersichtlich und besticht lediglich durch das arschgeile Solo im Mittelteil, selbst die angedeuteten Blastparts können daran nichts ändern. „Sniper“ klingt in meinen Ohren einen Tick zu modern um zu den ansonsten eher traditionelleren Songs zu passen, dennoch überzeugt auch dieser Song, vor allem wieder durch die intelligent arrangierten Breacks. Krieg ist schlimm aber der Sound ist geil, ja den Spruch kennen wir. Hier passt er mal wieder. „War Kills“ klingt wahrlich wie (sorry was Besseres ist mir wirklich nicht eingefallen) eine komplette Flagbatterie unter Dauerbeschuss (bohr wie tief muss man sinken um solche Vergleiche zu ziehen?).
Fazit: SNIPER sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die Jungs zaubern bereits in diesem zarten Alter echte Granaten aus dem Ärmel. Zwar klingt die Produktion etwas rau und hat einige Ecken und Kanten, die man als Thrash oder Death Metaller allerdings gerne überhören darf.



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