Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:13 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Torian - Dreams under Ice
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Torian  - Dreams under Ice
  »Trackliste
1. Torian
2. Into The Winter
3. Late Revenge
4. Leave This World Behind
5. History Falls
6. Born To Win
7. Decadence
8. Mind The Danger
9. The Flaming Overture
10.Soul of Fire

Release: Januar 2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Power Metal
Laufzeit: 57.14 min
Format: CD Audio
Label: Underground Symphony Records

 

TORIAN kommen aus dem erzkatholischen Paderborn und haben sich dem guten Alten Power nach 80’er Schule verschrieben. Anno 2002 fand man sich auf Wacken zusammen und beschloss eine Band zu gründen. Gesagt, getan. Mit ihrem 03’er Demo „Into the Winter“ konnten bereits einige Gönner gewonnen werden, sodass im Spätsommer 2004 bereits ein Plattenvertrag mit dem kleinen, berühmt berüchtigtem, italienischen Label Underground Symphony Records an Land gezogen werden konnte. Seit einiger Zeit liegt nun also auch das Labeldebüt „Dreamer of Ice“ in gepresster Form vor.
Los geht’s mit „Torian“ einer netten Power Nummer mit ultra nervenden „oh-oh-oh-oh“ Parts. Da macht „Into the Winter“ wesentlich mehr Freude. Die Jungs gehen im Helloween Stil zu „Walls of Jericho“ Zeiten zu Werke und lassen es ordentlich Krachen. Die Thrash Metal Einflüsse werden im folgendem „Late Revenge“ überaus deutlich zur Schau gestellt. Zwar bleiben die Vocals clean und melodiös, die Klampfenfraktion wechselt dafür in Stakkatoriffing, das von einer satten Double Base abgerundet wird. Hinter Tür Nummer vier verbirgt sich der heimliche Hit des Albums. „Leave this World behind“ vereint alle bis dato gezeigten Trademarks der Band, von hymnenhaftem Gitarrenspiel bis rauem Geholze. „History Falls“ nervt zu Beginn mit einem unsagbar grausigen Keyboard, mausert sich aber dennoch zu einer netten Power Hymne. Die erste Hälfte der Platte war schon recht nett, kann jedoch nicht mit den folgenden Songs mithalten. „Born to win“ klingt zwar dermaßen nach 80’er Rock der Formel Eins Kategorie, hat aber dennoch einen gewissen Scharm. Mit „Decadence“ haben TORIAN auch ein aggressives Stück im Repertoire. Besonders der Gesang kommt hier wesentlich rotziger rüber und macht dadurch mehr Spaß. „Mind the Danger“ lässt es wieder hoch melodiös angehen und erinnert stark an die frühen Kamelot. Das kurze Instrumental „The Flaming Overture“, leitet den abschließenden Monster Track “Soul of Fire” ein. In knapp zehn Minuten zeigen die Jungs noch einmal alles was sie Können und verwöhnen den Zuhörer mit geilen Melodien, recht flottem Geschrammel, Mitsingparts und natürlich jede Menge Passagen die sich hervorragend zum besinnungslos bangen eignen.
Fazit:
Die Produktion ist überaus gelungen und die Fähigkeiten der Musiker sind weitestgehenst über die meisten Zweifel erhaben. Der Gesang von Marc „Para“ Hohlweck, der stellenweise an Olaf Hayer (Dionysus, Luca Turilli) erinnert, überzeugt zwar über weite Strecken des knapp einstündigen Albums, kommt aber nicht eigenständig genug rüber um der Band den so wichtigen Widererkennungswert zu verpassen. Vielleicht täte eine etwas rauere Gesangsart dem Sound wesentlich besser. Auch wenn TORIAN eindeutig etwas drauf haben, so vermute ich jedoch, dass die Band in der Flut von Power Metal Bands untergehen wird. Die zweite Scheibe muss eindeutig ein paar Kracher mehr enthalten, sonst geht der aufgehende Stern der Jungs richtig schnell wieder unter.


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