Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 18:05 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Aaskereia - Zwischen den Welten
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Homepage : www.aaskereia.de
 

Aaskereia - Zwischen den Welten
  »Trackliste
1. Erkenntnis
2. Die Floeten des Pan
3. Instrumental
4. Der Stille Schrei
5. Im Schattenlicht, zwischen den Welten

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 17 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Productions

 

Nachdem in letzter Zeit ein par Antifa Aktionen gegen die Band (es wurden gezielt Konzerte gesprengt, auf denen Aaskereia spielen sollte) und darauffolgend ein Statement der Band abgeliefert wurde, in dem noch einmal klar gesagt wurde, dass Aaskereia mit NSBM nix am Hut haben, für Furore sorgten, ist es nun an der Zeit, doch einmal einen Blick auf das neue Album „Zwischen den Welten“ zu werfen.
Vorneweg sei gesagt, dass man sich weiterhin auf die alten Tugenden besinnt und das Album eine konkrete Weiterentwicklung des Debuts „Mit Raben und Wölfen ist“.
Konkret heißt das: BM aller erster Klasse, vermischt mit Pagan typischen Lyrics (wer hier hinter faschistische Botschaften vermutet, muss wohl schlichtweg als paranoider Erbsenzähler bezeichnet werden), epischem cleanen Gesang und leicht folkig/klassischen Akkustik Gitarrenparts. Der Gesang ist genrell etwas kreischiger/höher und am Anfang gewöhnungsbedürftig. Aber wir haben es hier schließlich mit einer Black Metal Band und nicht mit dem Kirchenchor zu tun.
Schon der erste Song „Erkenntnis“ ist ein echter Kracher. Treibender BM, der mithilfe von Akustik Parts im Hintergrund und rasanten Rhythmus wechseln eine starke Atmosphäre aufbaut. Hier findet man nicht sinnloses Gebolze, auch das kompositorische kommt nicht zu kurz und die melodische Akustik Gitarre wird immer wieder klug eingesetzt.
Auch der nächste Song „Die Flöten des Pan“ kommt Aaskereia typisch daher und setzt sich wieder aus vielen verschiedenen Songteilen zusammen, die in sich jedoch durchaus schlüssig sind. Insgesamt eher im Midtempo Bereich angesiedelt, findet man trotzdem ordentliches Gebolze und ruhige, gediegene Stellen die dem Song einen Hauch von Epik verleihen.
In der Mitte des Albums findet man dann ein instrumentales Zwischenspiel, dass mich, wie war es anders zu erwarten, restlos begeistert. Sogar das quietschen der Saiten wurde ganz klar mitaufgenommen, was dem ganzen eine ordentliche Portion Intensität und Charakter verleiht.
Weiter geht es mit „Der stille Schrei“, eine ordentliche Nummer die ein wenig an Helheim erinnert aber nicht gerade die herausragendste der Platte ist. Dafür besticht sie durch eine ordentlich Portion Geschwindigkeit und Kraft.
Als Ausklang folgt der Track der den Titel des Albums trägt. Insgesamt etwas ruhiger gehalten und die Akustik Gitarre wunderbar im Hintergrund mitspielend, bekommt dieser Song einen sehr melancholischen und zugleich epischen Charakter. Gegen Ende wird dann noch mal richtig losgelegt und knallhart dem Ende des Albums entgegengebolzt. Mit den letzten Klängen der Akustik Gitarre findet das Album dann sein Ende und hinterlässt einen sehr positiven Eindruck.
Auch die Produktion ist in keinster Weise zu bemängeln und für BM Verhältnisse doch erstaunlich gut. Ein wenig mehr Druck hätte sicherlich nicht geschadet, aber die Instrumente sind untereinander sehr gut abgemischt und klar differenzierbar.
Wer den Vorgänger mochte, wird dieses Album ebenfalls mögen, ist es doch eine konsequente Fortsetzung von dem, was die Band mit „Mit Raben und Wölfen“ angefangen hat. Für alle Fans von Black Metal und Pagan Metal wird dies sicherlich auch ein gefundenes Fressen sein, doch gilt es erst einmal reinzuhören, denn der Gesang wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein.


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