Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 18:13 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Contradiction - the voice of hatred
» Contradiction - the voice of hatred
Homepage : www.contradiction.de
 

Contradiction - the voice of hatred
  »Trackliste
1. break the oath
2. the voice of hatred
3. falling down
4. hate patrol
5. crimes
6. nation of fear
7. horizon
8. privacy
9. engines of creed
10. future

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 40.29 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon Music

 

Contradiction aus Deutschland sind auch schon einige Jahre aktiv, der große Durchbruch ist ihnen aber noch nicht gelungen. Das könnte sich aber mit diesem Longplayer ändern, zumindest, da bin ich mir sicher, werden sie mit ihrer aktuellen CD „the voice of hatred“ mehr Aufmerksamkeit als bisher erhalten. Außerdem begleiteten sie die Thrash Veteranen Overkill auf deren Tour durch Deutschland, was den Bekanntheitsgrad von Contradiction auch steigern dürfte.
So, nun aber zur Musik.
Auf “the voice of hatred” wird dem geneigten Hörer schöner old school Thrash Metal um die Ohren geblasen. Besonders positiv fällt mir dabei Sänger Oliver Lux auf. Er brüllt sich wirklich gut durch die Songs, so wie es sich für eine ordentliche Thrash Metal Band gehört. Dabei kann man vereinzelt auch Melodien in den Gesangslinien erkennen, so z.B. im Titelsong „the voice of hatred“, welcher sowieso recht melodiös ausgefallen ist, zumindest im Refrain. Aber auch groovige Nummern wie z.B. „Falling Down“ sind auf der Scheibe vertreten. Gerade diese Abwechslung gefällt mir sehr gut. In diesem Song beweist Oliver Lux, dass er auch clean singen kann. Der Refrain ist mit mächtig Groove ausgestattet. Die Songs wirken durchdacht und es wird nicht nur drauf los gebolzt. Natürlich sind auch klassische Thrash-Riffs auf der Platte zu finden wie z.B. in der Strophe von „Hate Patrol“. Schon fast in der Doom-Ecke kann man „Crimes“ ansiedeln. Hier wird das Tempo sehr gedrosselt, besonders der Refrain bohrt in slow motion durch die Gehörgänge. Aber gerade diese Abwechslungen zwischen den Songs macht diese CD so interessant. „Nation of Fear“ bietet wieder klassischen Bay Area Thrash. Sägende Gitarrenriffs und Doubelbaseeinlagen animieren dazu sein Haupt kräftig mitschwingen zu lassen. Genau wie dem nachfolgende Song „Horizon“ mangelt es den Songs nicht an Melodien. Insgesamt wird man etwas an das letzte Exodus Output „Tempo of the Damned“ erinnert. In „Horizon“ sowie auch im Song „Engines of Creed“ sind ein paar sehr coole Breaks eingearbeitet, die sehr viel Spaß machen. „Privacy“ klingt in meinen Ohren, zumindest in der Strophe, etwas modern angehaucht, was aber sehr gut zu dem Stück passt. Man hört in der Strophe z.B. nur die linke Gitarre abwechselnd mit der rechten. Genauso verhält es sich mit dem Gesang. Die Band hat sich beim Komponieren der Stücke wirklich Mühe gegeben und heraus ist ein sehr interessantes Album gekommen welches sehr starke Songs am Start hat und einige kleine Feinheiten zu bieten hat. Einzig den Abschlusssong „Futur“ finde ich nicht so gelungen. Zum Ende wäre eine richtige uptempo Nummer besser platziert gewesen.

Insgesamt eine verdammt gelungene Scheibe, die auch nach dem x-ten Hördurchgang noch richtig Spaß macht. So, ich werde mir jetzt eine Tasse Kaffee holen und die CD noch mal von vorne bis hinten durchhören und genießen.


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