Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:16 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Ajattara - Tyhjyys
» Ajattara - Tyhjyys
Homepage : www.ajattara.cjb.net
 

Ajattara - Tyhjyys
  »Trackliste
1. Intro
2. Sortajan kaipuu
3. Katumuksen kyinen koura
4. Naaras
5. Armon arvet
6. Pahan tuoma
7. Harhojen renki
8. Langennut
9. Uhrit
10. Tyhjyydestä
11. Outro


Release: 25.10.2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Dark Metal
Laufzeit: 36.06 min
Format: CD Audio
Label: Spikefarm Records

 

Ajattara – die Band mit dem Zungenbrechernamen und dem schier unaussprechlichsten Albumtitel des Jahres haben mit „Tyhjyys“ ein ungewöhnliches Album auf den Markt gebracht. Das Line-Up besteht aus Ruoja (alias Pasi Koskinen ~ Amorphis/ Shape of Despair) als Sänger, Gitarrist und Keyboarder, Antoni am Bass und Malakias III auf dem Trommelsessel. Das Albumcover von „Tyhjyys“ ist schlicht in schwarz gehalten mit einer Art abgerissenem Hühnerfuß drauf…man denke sich dazu was man will ^^ Nach einem kurzen Intro walzt mir schon der erste Song um die Ohren. „Sortajan Kaipuu“ startet mit einem dominanten Bass und stampft sich samt mystisch anmutender Keyboardklänge im Mid-Tempo durch die Boxen. Und eines ist dem werten Hörer nicht erst seit den Songtiteln klar – die Band kommt aus Finnland und hat von der ersten Sekunden an einen unbezweifelbar finnisch klingenden Sound. Allein der Einsatz des Gesangs (der durchweg finnischen Lyrics) mit „..Sortajan Kaipuu unohduksen syhlihin…“ verleiht dem Lied eine völlig eigene Rythmik durch die markante Intonation der finnischen Sprache. Ruojas rau fauchende Stimme nimmt einen sofort in Beschlag. Der zweite Song „Katumuksen Kyinen Koura“ hat einen eher stampfenden Sound und stärkere Keyboardeinsätze – ein eher schwacher Song des Albums. „Naaras“ hingegen ist einer der Favoriten. Durch die sehr deftigen Riffs und den satten Gitarrensound ein sehr flotter, treibender Song zum Mitgehen. „Armon Arvet“ beginnt mit einem sehr mystischen, dunklen Auftakt ; sehr stimmungsvoll und ein deutliches erkennungsmerkmal der Band ist die kühle, düstere Athmosphäre die besonders in diesem Song hervorsticht. Einen Brückenschlag zum Doom Metal machen die Finnen dann bei „Pahantuoma“ sowie später „Uhrit“ – mit schleppendem Schlagzeug, ultra tiefen Bassläufen und einem Instrumentalpart mit dramatisch anmutenden Keyboard, woraufhin die keifende Stimme Ruojas einsetzt…wirklich gelungen!
„Harhojen Renke“ ist der zweite Favorit und Anspieltipp des Albums. Ein schneller Auftakt und wie „Naaras“ ein eher schneller Song mit auffällig schwerem Gittarrensound der den Song sehr druckvoll macht. Ebenfalls deftig klingt „Langennut“ mit einem psychodelischen Chorus mit Männergesang im Gegensatz zur betont drastischen, harschen Stimme von Ruoja. Nach dem bereits erwähntem recht doomigen „Uhrit“ ist „Tyhiyydestä“ der letzte Song vor dem Outro. Wieder mit sehr starkem Keyboardeinsatz und einer Anfangsmelodie, die mich schon fast an die Hintergrundsounds von Akte X erinnert wenn die Aliens landen ^^ Das „Outro“ besteht dann dementsprechend aus schon fast extraterrestrischen Klängen, Schreien, Flüstern, Echos, Schritte, Unwetter…ein runder Abschluss der für Geisterbahngrusel sorgt und der dunklen Athmosphäre des Albums gerecht wird. Fazit: Das Album besticht durch seine saubere Produktion, die Eigenheiten und Dynamik die die finnischen Lyrics mit sich bringen und einige gelungene Songs. Abzüge gibt’s dann aber doch durch die teilweise zu eingängigen Melodien, die massiven Keyboardeinsätze, die leider recht kurze Spielzeit und die insgesamt sehr zugängliche Musik- welche sie dadurch auch recht schnell langweilig erscheinen lässt.
Ein experimentelles Album was sicher das Reinhören wert ist – Geschmackssache!


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