Datum : 24.06.2018
Uhrzeit: : 01:36 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Salacious Gods - Piene
» Salacious Gods - Piene
Homepage : www.salaciousgods.com
 

Salacious Gods - Piene
  »Trackliste
1. Knekelvoeste
2. Black Bile Desecration
3. Ieskoald in piene
4. Annexation to the pentagram
5. Scars on my wrists
6. Hexencult
7. Sarin attack
8. Slaughtering Blashemic Hellforce
9. Striem'n op de pokkel 1227
10. Das Todestal


Release: 17.04.2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 41.51 min
Format: CD Audio
Label: Folter Records

 

Warum Salacious Gods, aus den Niederlanden, hier in Teutonien kaum eine Sau kennt ist und bleibt mir schleierhaft. Musikalisch aktiv sind die fünf Jungs nun schon seit über sieben Jahren und haben in der Zeit nicht nur ein hammergeiles Demo, sondern auch zwei nicht zu verachtende Platten vorgelegt. In den letzten Jahren wurde es dann jedoch still um die lüsternen Götter. Erst Anfang des Jahres als man mit Sear Bliss und Skyforger durch europäische Clubs tourte regte sich wieder etwas im Bandlager. Grund für die längere Schaffenspause war unter anderem der Weggang einiger Bandmitglieder, sodass die Band erst einmal wieder komplettiert werden musste.

Die Wartezeit hat sich jedenfalls gelohnt. „Piene“ darf getrost als bester Output der Bandgeschichte bezeichnet werden, auch wenn einige alte Fans vielleicht durch das neue Gewand verschreckt werden. Zeichnete der SG Sound sich bisher noch durch stark dominierende Keyboards aus, so wurde auf dem aktuellen Album vollkommen darauf verzichtet. Die Platte klingt dadurch wesentlich rauer und aggressiver als sein Vorgänger „Sunnevot“. Wenn also der Wegfall des melodiösen einige Fans vergrault haben sollte, so dürften sich viele Old Schooler gerade dadurch angesprochen fühlen.
Ein weiteres Kriterium bildet das deutlich hörbare Fehlen von digitalen Spielereien wie Protools. Dies verleiht dem Album einen eisigen rauen Touch, der der Band verdammt gut zu Gesicht steht. Eingespielt wurde die neue Scheibe in bester Tradition der alten Schule in gerade einmal drei Tagen, was dem Sound zusätzliche Rauheit verleiht.

Insgesamt zehn neue Songs erfreuen, das Metallerherz nach dem Einlegen von „Piene“ (kenn ich eigentlich nur als Stadtteil von Gummersbach, aber is ja auch wurscht). Wie nicht anders zu erwarten geht dabei keiner Titel auch nur in irgendeiner Form Kompromisse ein. Highspeed von vorne bis hinten. Der Clou dabei: Die Platte wird trotz der leichten Monotonie zu keinem Zeitpunkt langweilig, egal ob man den fiesen Opener „Knekelvoeste“ (saugeile Gitarrenwände), das sich immer mehr steigernder „Scars on my Wrists“, das recht melodiöse „Sarin Attack“ oder das ultraschnelle „Striem'n op de pokkel 1227“ nimmt. Hinter dem abschließendem „Todestal“ verbirgt sich auch ein Track in deutscher Sprache der musikalisch schwer an alte Kreator erinnert.

Fazit:

Wie Eingangs erwähnt sind SG hierzulande noch recht unbekannt. Dies dürfte sich mit dem neuen Output jedoch schnell ändern. Wer handgemachten Black Metal der alten Schule liebt, der sollte hier schleunigst zugreifen.



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