Datum : 25.04.2018
Uhrzeit: : 00:26 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Freedom Call - Circle of Life
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Homepage : www.freedomcall.com
 

Freedom Call - Circle of Life
  »Trackliste
1.Mother Earth
2.Carry On
3.The Rythm Of Life
4.Hunting High And Low
5.Starlight
6.The Gathering
7.Kings And Queens
8.Hero Nation
9.High Enough
10.Starchild
11.The Eternal Flame
12.The Circle Of Life


Release: 21.03.2005
WERTUNG
4.5 /6 Sternen
Stil: Power Metal
Laufzeit: 51.03 min
Format: CD Audio
Label: SPV/Steamhammer

 

Seid der ersten Platte “Stairway to Fairyland”, die vor rund sechs Jahren erschien und bei mir einschlug wie die sprichwörtliche Bombe, verfolge ich nun schon den Werdegang dieser außergewöhnlichen Band. Nachdem schon geilen Debüt folgten weiteren Götteralben sowie die klasse „Taragon“-EP, gipfelte der Erfolg Mitte letzten Jahres zunächst in der Veröffentlichung der ersten Live Scheibe „Live Invasion“, die bei vielen Fans eher Zurückhaltung hervorrief, was verwunderlich ist, denn auf der Bühne sind FREEDOM CALL eine absolute Macht, die von der ersten bis zu allerletzten Minute genial Stimmung erzeugt. Die Erwartungen an das neue Album „Circle of Life waren dementsprechend hoch… .
Schade das CoL mit einem eher schwachen Song startet. „Mother Earth“ besitzt zwar die grundlegenden Trademarks der Band, kann aber kaum überzeugen. Ganz anders steht’s da mit „Carry on“. Happy Metal in Reinkultur. Das Tempo geht ordentlich nach vorn und der Mitsingrefrain dürfte jeden Fan schnell überzeugen. „The Rythm of Life“ kommt auf Platte nicht wirklich gut rüber, ist live jedoch ebenso eine wahre Headbangergranate wie das folgende „Hunting high and low“. Die allzu progressive Hymne „Starlight“ dürfte Fans der ersten Stunde eher weniger ansprechen, da das gedrosselte Tempo und das Fehlen eines „Ichkanngenausogutsingenwiedersängervonderbandda“Parts die Stimmung ein wenig vermiesen. Das Midtro „The Gathering“ hab ich schon irgendwo mal gehört, aber wochenlang wusste ich nicht genau wo. Letztes Wochenende beim stupiden rumzappen ist es mir wieder aufgefallen. Sowohl der Rhythmus als auch die Melodie stimmen fast haargenau mit dem neuen Welt der Wunder Jingle überein. Stellt sich nur die Frage wer da von wem geklaut hat. Bei „Kings and Queens“ ist die FREEDOM CALL Welt wieder in bester Ordnung, ebenso bei „Hero Nation“. Ne Menge Spaß Attitüde, treibende Rhythmen, hymnenhafter Gesang und abwechslungsreiche Arrangements. Was will man mehr? In bester Hammerfall/Helloween Tradition präsentiert sich „High Enough“. Zu Beginn denkt man noch an eine durchschnittliche Power Ballade, aber weit gefehlt. Mit kräftigem Chorus und treibenden Riffs geht der Song ziemlich schnelle ziemlich ab. Das Sternenkind „Starchild“ braucht sich davor keineswegs zu verstecken und legt in Sachen Power sogar noch eine Schüppe drauf. Hoch melodisch und ebenso heavy wird es dann noch einmal mit „The Eternal Flame“ und dem abschließenden Titeltrack „Circle of Life“, dessen letzte Sekunden verdammt stark an die Hermes House Band erinnern.
Fazit:
Ihr bisheriges Karrierehighlight „Eternity“ haben die Jungs mit „Circle of Life“ zwar keinesfalls übertroffen, aber gleich von einem schlechten Album zu reden wäre ein wenig zu viel des Tadels. Fakt ist, dass CoL fast zu keinem Zeitpunkt langweilig klingt, die Songs aber kaum den typischen Ohrwurmcharakter der Vorgänger in sich tragen. FREEDOM CALL sind mit diesem Album an der Grenze angekommen und stehen ganz knapp davor den finalen Schritt in die unendlichen Weiten der Belanglosigkeit anzutreten. Bleibt zu hoffen, dass nach dem Weggang von Gitarrist Cede etwas neuer Wind ins Bandlager weht.



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