Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:14 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Stormgarde - Demo
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Homepage : www.stormgarde.com
 

Stormgarde - Demo
  »Trackliste
1. Everything (I did was wrong)
2. Fear
3. The Nightstorm
4. Left Alone


Release: August 2005
WERTUNG
4.5 /6 Sternen
Stil: Dark Metal
Laufzeit: 17.19 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

STORMGARDE aus Recklinghausen veröffentlichen dieser Tage ihr brand neues Demo und zwar für alle und das auch noch für lau. Auf der offiziellen Bandhomepage könnt ihr euch dieses schmucke 4-Track Demo, samt Cover, gratis aus dem weltumspannenden Netz saugen. Die Bandgründung liegt nun schon etwas mehr als fünf Jahre zurück. Aufgrund einiger Besetzungswechsel dauerte es jedoch bis 2004 bis das erste Demo produziert werden und nun endlich vorliegt.
Die Band besteht aus den beiden noch übrig gebliebenen Bandgründern Daniel Stöckner (Gitarre und Screams) und Fellklopper Günter Pellner sowie der zuckersüßen Frontsirene Sabrina Grochocki und Tieftöner Stefan Leushacke. Besonders Sängerin Sabrina sticht auf den Bandfotos ins Auge. Scheiss auf Tarja, Sharon, Floor und Cristina. So hat ‚ne Sängerin im melodisch düsteren Metalbereich auszusehen.
Einige Liveerfahrung kann diese junge Band, das Durchschnittsalter liegt bei 21 ¼ Lenze, ebenfalls vorweisen. Höhepunkt des bisherigen Schaffens war sicherlich der Auftritt auf dem diesjährigen Dong Open Air, den der Verfasser dieser Zeilen leider aufgrund übermäßiger – nennen wir es mal Partylaune – nicht miterleben konnte. Man hörte aber allerorts von einem klasse Gig.
Der STORMGARDE Sound ist ganz eindeutig Keyboard dominiert. Zwar treten die Gitarren auch mal des Öfteren in den Vordergrund aber die Tasten geben kontinuierlich den Ton an. Der Opener „Everything (I did was wrong) schlägt sowohl lyrisch als auch musikalisch zunächst die Gothic Metal Schiene a la AFTER FOREVER ein. Sabrina singt in relativ hohen, aber nicht zu übertriebenen Tonlagen und trifft dabei auch jeden Ton. Im Mittelteil leuchten zwar kurz einmal die Gitarren durch, aber die all zu dominanten Keys übernehmen schnell wieder das Kommando. Positiv fällt das gute Gespür für eine eingängige Melodie auf.
„Fear“ wird einmal mehr durch Sabrinas glockenklare Stimme beherrscht, auch wenn der ein oder andere Ton diesmal etwas krumm klingt. Axtschwinger Daniel ist diesmal auch viel besser bei seiner Arbeit zu verstehen, sodass der Song sofort richtig Spaß macht. Besonders das lange und verfrickelte Solo im letzten Dritten geht unter die Haut. „The Nightstorm“ erzeugt eine ungeheure Atmosphäre. Durch die etwas tiefere Stimmlage der Sängerin und das zu Beginn schon fast ICED EARTH mäßige Stakkato Riffing dürften jeden Headbanger überzeugen. Erstmals ist auch Gitarrist Daniel hinterm Mikro zu hören, wenn er seine aggressiven, rauchigen Shoutvocals zum Besten gibt. Als krönenden Abschluss gibt’s noch „Left alone“. Der Song verbindet eine nette Melodie mit einem satten Power Metal Riff. Sabrina wechselt einmal mehr ihre Tonlagen, was dem Song eine große Vielfalt und Dichte gibt.
Fazit:
STORMGARDE haben ihr ein wahrlich nettes Stück Musik abgeliefert. Für alle Fans von der frühen WITHIN TEMPTATION und AFTER FOREVER sicherlich ein Muss. Aber auch der bierbäuchige, true Headbanger sollte mal ein Ohr riskieren



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