Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:17 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Nordafrost - North Arise
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Homepage : www.nordafrost.de
 

Nordafrost - North Arise
  »Trackliste
1. Amok
2. An apocalyptic philosophy
3. On the shores of grey
4. Defence
5. Dungeons
6. My sun
7. Dominus Frigoris
8. The hall of pagan martyrs
9. Ruler of a bleak realm
10. Dawn


Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 40.09 min
Format: CD Audio
Label: Heavy Horses Records

 

Nordafrost veröffentlichten im Jahr 2004 nach der Demo „Dominus Frigoris” ihr erstes, vollwertiges Album. Vor kurzem konnte ich die Band zweimal live erleben, und war zunächst nicht überzeugt, da den Songs ein wenig die Abwechslung zu fehlen schien. Die Band wirkte eher langweilig und durchschnittlich. Dennoch kaufte ich mir kurzentschlossen das Album und ich muss gestehen: Ich bin positiv überrascht, denn mit „North Arise” legen Nordafrost ein verdammt starkes Album vor.
Die Band legt los mit „Amok”, einem kurzen, fies–knüppelnden Song, der mit einem thrashigen Riff unterlegt leider ingesamt ein wenig zu eintönig geraten ist. Somit gehört er zu den schwächeren Songs des Albums. Bei „An apocalyptic philosophy” steigert sich die Band aber bereits deutlich. Hier kommt auch zum ersten Mal Gastsänger Shoggoth von Insignium ins Spiel, der mit seiner tiefen, deathlastigen Stimme einen Gegenpol zum hohen Kreischgesang von Svartis darstellt. Gut gefällt mir an diesem Song auch der Wechsel von langsamen, bedrohlich wirkenden und schnellen, fiesen Blast–Parts. „On the shores of grey” ist einer der stärksten Songs des Albums. Er wird von einem wunderbar kalt klingenden Riff eröffnet, und ist insgesamt sehr abwechslungsreich. Bei „Defence” wird zunächst deutlich auf die Bremse getreten, was die Geschwindigkeit anbelangt, bevor im Mittelteil wieder feinstes Black Metal Geknüppel einsetzt. Dennoch baut sich auch hier wieder die Nordafrost–typische Atmosphäre auf, und außerdem lässt sich der Refrain des insgesamt sehr groovigen Songs wunderbar mitgröhlen.
Bei „Dungeons” wurde ein weiteres Mal Shoggoth ans Mikro gebeten, dessen Stimme bei dem einleitenden, langsamen Riff besonders gut zur Geltung kommt, bevor wiederum Svartis alles in Grund und Boden keift. „My sun” ist ein schwarzmetallisches Liebeslied und ist auf seine Art recht originell, wenn auch auf Dauer ein wenig monoton. Mit „Dominus Frigoris” folgt mein persönlicher Favorit von Nordafrost. Der Song wird durch ein stimmungsvolles Intro eingeleitet, bevor die Band mit einem Killer–Riff alles plattwalzt, es im Mittelteil etwas ruhiger angehen lässt, um dann zum Schluss noch einmal die Geschwindigkeit anzuziehen. Nackenschmerzen garantiert! Mit diesem Track macht die Band ihrem Namen alle Ehre. Der Song entfaltet eine Eiseskälte, die ihresgleichen sucht. „Purple clouds – blistering chilled air / Flesh –cutting winds – from high north” heißt es im Text und treffender kann man es wohl nicht beschreiben. Man sollte auch die Leistung von Drummer Sno hervorheben, der eigentlich über die gesamte Distanz des Albums zu überzeugen weiß.
„The hall of the pagan martyrs” ist ebenfalls ein starker, wiederum sehr schwarzmetallischer Song, bei dem sich Groove- und Knüppel–Parts wunderbar ergänzen. Das Album endet mit „Ruler of the bleak realm” und „Dawn”, die ebenfalls voll überzeugen können und alle Nordaforst–Trademarks zur Geltung bringen.

Fazit : „North Arise” ist auf jeden Fall sein Geld wert. Acht Euro für verdammt starke 40 Minuten sind definitiv nicht zu viel verlangt. Auch Death Metal Fans sollten ruhig mal reinhören. Zu bemängeln wäre noch der an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu sterile Sound und die mangelnde Abwechslung beim Gesang. Gastsänger Shoggoth hätte nämlich durchaus noch öfter eingesetzt werden können, da Svartis Gesang auf Dauer ein wenig zu eintönig ist. Ansonsten aber Daumen hoch!

Anspieltips : On the shores of grey; Defence; Dominus Frigoris



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