Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 17:57 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Spirit Corpse - Grave New World
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Homepage : www.spirit-corpse.de
 

Spirit Corpse - Grave New World
  »Trackliste
1. Grave New World
2. Weeping A Lake Of Blood
3. The Invisible Man
4. Reborn
5. Moonlight Shadow

Release: 04.10.2005
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Dark Metal
Laufzeit: 29.10 min
Format: CD Audio
Label: Powerrocker Records

 

Zombies haben mich schon von klein auf interessiert, vor allem wenn sie herzhaft diverse menschliche Körper auseinander reißen, oder sich einfach, kurz gesagt, dem Metal zuwenden und echt groovige und dem Hörer auf keinen Fall langweilige Scheiben um die Ohren wemsen. Schon 2003 war die Freude groß als FIRST TRUTH / LAST BREATH, damals noch bei STF, das Licht der Welt erblickte und mit einem ausgewogenen Mix aus Dark, Heavy, Black in der Szene für Erstaunen sorgte. Besonders Stücke wie „The Preacher” und „Demon Child”, die wunderbar mit Keyboards und ausgeklügelten Soli untermalt waren, entpuppten sich bei näherem Betrachten schnell als Hymnen und weckten das Gefühl von „Mehr!”.

Nach einer kurzen Pause machen die Jungs 2005 mit der 30 min GRAVE NEW WORLD - E.P. genau da weiter, wo sie 2003 aufgehört hatten und das war eine sehr gute Entscheidung denn das musikalische Konzept ging schon damals auf und sollte auf jedenfall weiter fortgesetzt werden. Denn solange die Ideen nicht ausgehen und jedes Stück nicht wie ein billiger Abklatsch seiner selbst klingt, kann man ruhig dem roten Faden weiter folgen.
Der Opener „Grave New World” beginnt, wie man es von Spirit Corpse schon gewohnt ist, mit einem kleinen instrumentalen Intro, zu dem sich im Laufe der Zeit der Gesang von Malvin Schwarz alias Beaster dazugesellt. Die gesanglichen Parallelen zu Ville Laihiala (Sentenced ) sind nicht zu überhören, sollten aber keinen stören, denn sein rauer und düsterer Gesang passt wie eine Faust auf´s Auge und untermalt mit dem Keyboard zusammen schon die recht düstere Atmosphäre. Auch die anderen 3 Tracks rocken wie Sau und sorgen von Angang an für gute Laune und vor allem für Partystimmung. Es wird einem in jedem Song sehr viel Abwechslung geboten, mal da ein kniffliges Solo, da wird auf die Bremse gedrückt und ein kalter gespenstiger Part ballert einem um die Ohren. Top, wunderbar, was die Zombie Freaks auf die Beine stellen. Es taucht in keiner Weise Langeweile auf. Das letzte Stück auf der Platte ist ein besonders leckeres Bonbon und vor allem ´ne Wucht! Kennt einer den Song „Moonlight Shadow” von Mike Oldfield?
Könnt ihr euch den Song metallischer vorstellen, mit perfekten Gitarren-Parts und grandioser Stimme? Nee? Dann solltet ihr spätestens jetzt einen Arm und die Platte schwingen und galoppierend den Musikladen verlassen. So etwas geniales, gecovertes habe ich schon lange nicht mehr gehört! Nach dem Song muss ich mich nun ganz tief vor den Jungs verbeugen und anfangen zu klatschen. Das mache ich eh äußerst selten, aber das Cover jagte mir ein paar Freudentränen durchs Gesicht. Perfekt!
Nun zu meinen allseits beliebten Fazit:
Geil, einfach nur Geil! Bei der Scheibe stimmt einfach alles! Mehr kann und will ich echt nicht sagen, außer dass die Band zu einem festen Bestandteil meiner Lieblingsbands gehört.
Weiter so!!!!


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