Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:16 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Kroda - Cry to me River
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Homepage : www.hammermark.de/kroda
 

Kroda  - Cry to me River
  »Trackliste
1. Kroda
2. Endless Path of Legends
3. Where the Peace and Calm Were Immortalized
4. Hoarfrost of blood
5. Native land
6. Gnarled Cudgels of Thunder
7. Cry To Me, A River... (betrayal of knjaz volodymir)
8. Apocalypse (Hypocrisy cover)

Release: 2004
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 48.14 min
Format: CD Audio
Label: Hammermark

 

Kroda kommen aus der Ukraine und haben sich ganz dem melodischen Black Metal verschrieben. Die beiden Bandmitglieder Eisenslav (Vocals) und Viterzgir (Guitars, Bass, Keyboards, Flöte, etc.) haben ihren ganz eigenen Stil entwickelt der harschen Black Metal Gesang mit bezaubernden folkloristischen Elementen vereint. Als ich ihr Debutalbum „Cry to me River“ in der Hand hielt, staunte ich zuerst über das recht aufwendig gestaltete Booklet mit stimmungsvollen Fotos welche eigens in den Karpaaten aufgenommen wurden. Ebenso sind die ukrainischen Lyrics ins englische übersetzt worden, so dass auch der geneigte Westeuropäer seine Freude daran hat Eisenslavs Texte über Heidentum und die Naturgewalten zu verstehen. Das Album wird von einem sanften Flötenintro eingeläutet welches mit leisen Schellenklängen untermalt ist und bereits eine Vorahnung auf die fantastischen Melodien die da kommen werden vermittelt. „Endless path of legends“ startet direkt mit einem rasenden Auftakt und Eisenslavs Krächzende Stimme bildet einen gelungenen Kontrast zu der ursprünglichen, durchdringenden Flötenmelodie. Ganze 7:30 Minuten drängen sich immer wieder Stimme oder Flöte in den Vordergrund und übernehmen die Melodieführung. Die damit verbundenen Stimmungs- und Tempiwechsel im Song sind bis zuletzt gelungen.
Im Gegensatz zu dem doch sehr schnellen Auftakt ist „Where the peace and calm were immortalized“ ein (wie der Titel erahnen lässt) ein eher ruhiger Song welcher mit Keyboard und Schellen sowie fast sprechartig schleppendem Gesang langsam seinen Lauf nimmt. Die folkloristische Ruhe wird mitten im Song dann durchbrochen vom Einsatz wetzender Gitarren und einer energisch Krächzenden Stimme welche ebenso spontan wieder dem ruhigen Flötenspiel die Oberhand lässt.
Besonders interessant ist auch das rein instrumental gehaltene Hypocrisy Cover „Apocalypse“. Welches mit seiner sanften, fast melancholischen Flötenmelodie und den deftigen E-Gitarren eher eine Neuinterpretation darstellt, da Kroda durchweg ihren eigenen Stil eingeflochten haben. Wirklich atemberaubend!
Im Großen und Ganzen bin ich auch nach zigfachem Hören dieses Albums begeistert, da es sehr abwechslungsreich und selbstständig arrangiert ist. Die Brücke zwischen kaltem, rauen Black Metal und urigen, fantastisch anmutenden Melodien wurde hier zweifelsohne grandios geschlagen. Fazit: Ein lohnenswertes Erlebnis für alle Freunde von Pagan und Black Metal!


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