Datum : 25.04.2018
Uhrzeit: : 00:30 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Neocosmic - New Cosmic Order
» Neocosmic - New Cosmic Order
Homepage : www.neocosmic.de
 

Neocosmic  - New Cosmic Order
  »Trackliste
1. The Relict of World
2. New Cosmic Order
3. Dying Sun
4. Silent Dimension
5. Seelenkrieg
6. Tortured Children
7. The Other Side
8. Another Sky

Release: 12. 03. 2005
WERTUNG
1.5 /6 Sternen
Stil: Gothic Metal
Laufzeit: 39.35 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Manchmal überkommt einen als Rezensent ja schon das nackte Grausen, bevor man überhaupt auch nur einen Ton des zu besprechenden Albums gehört hört hat. So erging es mir als ich mich über die Bamberger NEOCOSMIC informieren wollte und dabei auf deren Website landete. Löste die Betrachtung der Bandphotos noch ein eher amüsiertes Grinsen bei mir aus, so verschwand dieses doch recht schnell wieder, als ich las, das NEOCOSMIC ihre Musik als „progressiven Future Cosmic Metal“ bezeichnen, der stilistisch „Elemente aus dem Black-, Death- und Dark Metalgenre“ vereine. Nichts desto trotz legte ich die CD ein mit dem festen Vorsatz, alle meine schlimmen Vorahnungen und zugegeben auch Vorurteile unberücksichtigt zu lassen und war gespannt zu erfahren,was ich mir den jetzt eigentlich konkret unter „Future Cosmic Metal“ vorzustellen habe.
Nach dem wahrlich „spacigen“ Intro, in dem nerviges elektronisches Gequäke mit düsteren Gitarren unterlegt ist, geht es los mit dem Titeltrack des Albums „New Cosmic Order“. Und schon nach einigen Takten, spätestens wenn der Gesang einsetzt, überkommt einen der Gedanke, dass NEOCOSMIC einfach gesagt wie eine billige Dimmu Borgir – Kopie klingen. Doch gelingt es Borgir noch mit ihrer aufwendigen Produktion mit Orchestereinsatz und allem was dazu gehört, so etwas wie Atmosphäre zu erzeugen, geht diese bei NEOCOSMIC vollkommen durch die billigen, eintönigen und schlichtweg nervenden Keyboards verloren, die den NEOCOSMIC – Sound dominieren. Dabei kann man nicht generell sagen, dass die musikalische Darbietung wirklich abgrundtief schlecht wäre. Die Produktion ist für eine Eigenproduktion erstaunlich gut und in einigen Songs lassen sich zumindest Ansätze von gutem Songwriting entdecken. Der Rest ist aber nur vollkommen bedeutungsloser Durchschnitt. Zu den großen Schwächen gehört beispielsweise der Gesang. Die Growls sind meiner Meinung nach zu schwach und treten zu stark in den Hintergrund, als Krönung wird man aber in manchen Songs auch noch von Gothic-artigem Quäke-Gesang „beglückt“.
Außerdem nervt an manchen Stellen neben den bereits bemängelten Keyboard – Parts auch der Einsatz von diversen elektronischen Effekten. Bei „Dying Sun“ beispielsweise dachte ich kurze Zeit, ich würde hier kein Review über ein Metalalbum, sondern über den Best-of –Sampler der letzten Loveparade machen. Ou weia!

Fazit : Freunde von Bands wie Cradle of Filth oder den bereits erwähnten Dimmu Borgir können von mir aus mal reinhören und sollen sich dann ihre eigene Meinung bilden.
Der Otto-Normal-Metaller kann es mir ruhigen Gewissens gleichtun und diese Combo einfach ignorieren, denn mit derart durchschnittlichem und bedeutungslosen Material werden NEOCOSMIC eh bald wieder in der Versenkung verschwinden.



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