Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:06 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Nightmission - No Saints in Black
» Nightmission - No Saints in Black
Homepage : www.nightmission.de
 

Nightmission - No Saints in Black
  »Trackliste
1. Call Of The Wild
2. Live Or Die
3. Love And Hate
4. Always Inside Me
5. Black Rain
6. Mother Nature
7. Fallen Angel
8. No saints In Black
9. Angel In Disguise
10. Glorious Pain
11. Superstar


Release: 07.11.2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 46.58 min
Format: CD Audio
Label: STF Records

 

Bereits vor gut einem Jahr machten die vier Düsseldorfer mit ihrer Eigenproduktion „Missionary“ auf sich aufmerksam. Kurz darauf unterschrieb man im Hause STF Records den lang ersehnten und letztlich auch verdienten Plattenvertrag. Mit „No Saints in Black“ liegt nun das Label Debüt der äußerst erfahrenen Rheinländer vor, die bereits in den Neunzigern die Underground Bühnen der Republik erobern konnten.
Los geht’s mit „Call of the Wild“. Klassische an die Mitte der Neunziger angelehnte Gitarrenläufe sowie recht agiles Getrommel sorgen für einen ersten Freudentaumel. Die weiblichen Backingvocals können genau wie beim Nachfolgenden „Live or Die“ nur wenig zur Atmosphäre beitragen und wirken daher recht überflüssig. „Love and Hate“ klingt für meinen Geschmack eindeutig viel zu modern und schlägt durch die zahlreichen Breaks und den groovigen Sound schon fast in Gefilde in denen sich normalerweise nur amerikanische Neumetaller tummeln. Die traumhaft schöne Ballade „Always inside me“ jedoch kann auf ganzer Länge überzeugen. Im Folgenden fühle ich mich in Form von Songs wie „Black Rain“, „Fallen Angel“ oder dem Titeltrack (toller Mid-Tempo-Stampfer) stark an Metallica zu Zeiten des schwarzen Albums erinnert, was einerseits für den guten Geschmack andererseits für die mittlerweile geschwundene Eigenständigkeit der Band spricht. „Mit Glorious Pain“ haben die Jungs eine weitere Power Ballade am Start, die jedoch durch die erneuten weiblichen Backingvocals verhunzt wird. „Superstar“ sei an dieser Stelle besonders hervorgehoben. Zwar ist der Song von seiner musikalischen Struktur her keinesfalls besonders erwähnenswert aber der in deutsch gehaltene Text über die Oberflächlichkeit und Geldgier im aktuellen Mainstream Musikgeschäft und die deutliche Anklage an die Pestbeule der Casting Shows machen gewaltig Spaß.
Fazit:Alles in Allem wirkt „No Saints in Black“ ein wenig überladen, was sich durch den recht großen Anteil an eher schwachen Songs äußert. Ein großes Manko liegt nach wie vor in der Stimme von Sänger Tom Schuffartz, der zwar ein recht hörbares Organ besitzt, aber mit seiner schwachen Mischung aus Thrash Metal Gesang und neuzeitlicher James Hetfield Imitation nicht überzeugen kann. Die eine oder andere Gesangsstunde wäre an dieser Stelle wirklich angesagt.




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