Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:14 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Arkona - Vozrozhdenie
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Arkona - Vozrozhdenie
  »Trackliste
1. Kolyada
2. Maslenitsa
3. K Domu Svaroga
4. Vozrozhdenie
5. Chernye Vorony
6. Rus
7. Brate Slavyane
8. Solntsevorot
9. Pod Mechami
10. Po Zverinym Tropam
11. Zalozhny
12. Zov Predkov




Release: 2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Pagan Metal
Laufzeit: 58.32 min
Format: CD Audio
Label: Sound Age

 

„Vozrozhdenie” heißt das neue Album der russischen Pagan Metal Truppe von Arkona und ihre Nationalität können die Jungs und Mädels auch nicht verleugnen, erinnert die Musik doch stark an andere russische Pagan Bands.
Schon der erste Track, „Kolyada”, macht einen hervorragenden Eindruck und wirkt anfangs sehr eindeutig wie eine Mischung aus Nomans Land und Pagan Reign. Doch nur solange bis der Gesang einsetzt, denn hier gibt es die erste Überraschung: Eine Frau am Gesang! Klarer, russischer Weibsgesang mit vereinzelten männlichen Growls vermischt. Erinnert sicherlich ein wenig an Cruachan. Der erste Song besticht durch ein mittleres Tempo und überzeugt besonders durch die melodischen Gitarren und den stimmungsvollen Gesang. Doch dieser Gesang ist es letztlich auch, der dieses Album sehr speziell macht, weshalb es sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Davon abgesehen, dass die russische Sprache doch durchaus außergewöhnlich ist, ist weiblicher Gesang im Metal sicherlich auch nicht immer die Regel. Wobei man dazu sagen muss, dass jetzt kein opernhafter, gothicmäßiger Klischee-Träller-Gesang wie bei Nightwish und Co. vorliegt, sondern er sich vielmehr an volkstypischer Musik orientiert.
Der zweite Track kommt dann sehr kurz und knackig rüber und erinnert mit seiner breiten Wand aus Keyboardmelodien stellenweise sogar an Menhir.
Doch beim Durchhören des Albums fällt ein weiterer Minuspunkt auf: Die Songs dudeln allesamt recht gemütlich vor sich hin und bieten insgesamt eher weniger herausstechende Anhaltspunkte, weshalb sich nach der ersten Hälfte des Albums langsam Langeweile breit macht.
Mit dem siebten Song findet sich jedoch wieder ein Lichtschimmer am Horizont, denn das Intro kommt bereits sehr schwungvoll und atmosphärisch rüber. Leider findet sich in der Mitte des Songs der eine oder andere Hänger, bevor es gegen Ende mit mehr Geschwindigkeit und einem sehr mitreißenden Refrain weitergeht. Auch der nächste Song bietet insgesamt deutlich mehr Schwung und weiß zu überzeugen.
Leider bleiben weitere, wirkliche Höhepunkte im Verlauf des Albums aus und somit weiß das Ganze auch nicht vollends zu überzeugen.
Man hat mit Sicherheit schon schlechtere Veröffentlichungen gehört, doch wirklich neues (bis auf den ungewöhnlichen Gesang) findet man bei „Vozrozhdenie” eher weniger. Wer schon länger auf der Suche nach Pagan Metal Bands mit Frauengesang ist, sollte sicherlich mal einen Blick riskieren. Allen anderen ist angeraten, vorher einmal reinzuhören oder doch zu Bewährtem zu greifen.


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