Datum : 25.04.2018
Uhrzeit: : 00:30 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Black Altar - Black Altar
» Black Altar - Black Altar
Homepage : www.black-altar-horde.com
 

Black Altar - Black Altar
  »Trackliste
1. Intro
2. Black Metal Terror
3. The Accuser
4. Into the Black Surface
5. The Revelation of Scourge
6. In Blood We Trust
7. Fire ov Immortal Self
8. The Ultimate Antigod Appearance
9. Unholy Spell ov Death
10. Misanthropic Supremacy
11. Outro

Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 58 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Black Altar nennt sich die Band, deren Mitglieder so wohlklingende Namen haben wie, Antichrist, Lord von Skaven oder Shadow (ach, wie innovativ) und die ihre Musik sehr ausladend als„Elite Holocaust Horror Black Metal“ bezeichnen. Ähnlich vollmundig liest sich auch die Band Biographie, die auf der Homepage finden ist.
Die polnische Black Metal Truppe um den Gründer Shadow, war ursprünglich von eben diesem 1996 als Solo Projekt ins Leben gerufen worden. Nachdem die erste Demo aufgenommen wurde, fanden sich 1999 schließlich 2 andere Musiker, die Shadows musikalischen und ideologischen Ansprüchen gerecht wurden. Im Jahre 2002 Anno Bastardi (welche lustige Formulierungen diese Truppe doch zu nutzen pflegt^^) veröffentliche man die EP "Wrath ov the Gods" unter dem Label von Shadow, Odium Records. Das letzte Album ist 2003 erschienen und trägt den Namen der Band. Und über eben dieses Album handelt auch das nun vorliegende Review.
Insgesamt erinnert diese Silberscheibe doch sehr an guten alten nordischen Black Metal (auch die poserhafte Erscheinung der Band passt gut zu diesem Eindruck). Das Album beginnt mit einem ruhigen und atmosphärisch sehr düsteren Intro. Die Ruhe und drückende Stille wird dann vom ersten Song der Platte jäh unterbrochen. Die Gitarre setzt mit einem typischen Riff ein, wie man es von so vielen Bands dieser Musikrichtung kennt, woraufhin Maschinengewehrartig das Schlagzeug einsetzt und bis zum Ende des Albums eine wahre Drum Kanonade durchführt. Hier sticht auch die überraschend gute Produktion des Albums ins Auge (bzw. ins Ohr), denn die Bässe klingen wunderbar kraftvoll und die Gitarre ist sehr klar herauszuhören. In diesem Genre keine Selbstverständlichkeit. Stimmlich wird sehr solide Black Metal Qualität abgeliefert, wobei man sich jedoch durchweg in den tieferen Stimmlagen bewegt. Insgesamt fehlt diesem Album jedoch ein markanter Song, ein Lied das aus dem Einheitsbrei hervorsticht. Vielleicht hätte hier ein Song in der Muttersprache Abhilfe geschaffen. Was bleibt ist ein sehr solides Album, dass sich jedoch nicht von der Konkurrenz abheben kann und dem der Funken Originalität fehlt.
Doch was nicht ist, kann ja noch werden und dieses Album zeigt klar, dass man das nötige Talent hat, etwas auf die Beine zu stellen. Jetzt gilt es nur noch seinen eigenen Stil zu finden.
Nichtsdestotrotz ist dieses Album all denen zu empfehlen, die auf der Suche nach etwas althergebrachtem Old School Black Metal sind



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