Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 18:03 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sonata Arctica - Reckoning Night
» Sonata Arctica - Reckoning Night
Homepage : www.sonataarctica.info
 

Sonata Arctica - Reckoning Night
  »Trackliste
1. Misplaced
2. Blinded no more
3. Ain’t your Fairytale
4. Reckoning Day, Reckoning Night
5. Don’t say a Word
6. The Boy who wanted to be a real Puppet
7. My Selene
8. Wildfire
9. White Pearl, Black Oceans
10. Shamandalie

Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 55.20 min
Format: CD Audio
Label: Nuclear Blast

 

Bisher habe ich SONATA ARCTICA ja immer für einen billigen Stratovarius-Abklatsch gehalten, doch dann wurde ich mehr oder wenig unfreiwillig Zeuge eines Auftrittes im Vorprogramm der NIGHTWISH-Tour und ich muss gestehen, dass mich die ungeheure Energie und Spielfreude der Jungs sehr beeindruckt hat, fast mehr als die theatralische Selbstinszenierung des Headliners, aber das ist ein anderes Thema ... . Jedenfalls beschloss ich danach, mir den neuen Longplayer von SONATA ARCTICA zuzulegen. Nach dem Klasseauftritt war meine Erwartungshaltung an das Album verständlicherweise relativ hoch und, das gleich vorweg, sie ist nur zum Teil erfüllt worden.
Der Opener „Misplaced“ weiß voll und ganz zu überzeugen, ein mitreißender, schneller Power Metal Ohrwurm, der teilweise an Stratovarius erinnert, trotzdem sehr eigenständig ist. Auch das nachfolgende „Blinded no more“ fällt qualitativ nicht ab, ein netter Rocker, der etwas langsamer ausfällt, aber ebenso packend ist. Klarer Höhepunkt des Albums ist die Single-Auskopplung „Don’t say a Word“, die richtige Hit-Qualitäten besitzt. Hier wird alles geboten, was das Metaller Herz begehrt: einen tollen Chorus, bombastische Chöre und klasse Soli. Sollte in jeder Metaldisco rauf und runter gedudelt werden. Schließlich muss man noch „White Pearl, Black Oceans“ hervorheben, eine fast neunminütige, epische Komposition, die über die volle Länge zu überzeugen weiß. Nun stellt sich also die Frage, was es an einem Album mit diesen starken Songs auszusetzen gibt. Nun, was mir wirklich sauer aufstößt, ist, dass an manchen Stellen des Albums die Taschentuch-Heul-Kitsch Grenze weit überschritten wird und einige Songs einfach zu poppig ausfallen, wie beispielsweise „My Selene“ oder die unsägliche Ballade „Shamandalie“, was wirklich schade ist, da SONATA ARCTICA mit ihrem modernen, melodiösen Power Metal bei eigentlich jedem halbwegs aufgeschlossen Metalhead gut ankommen sollten.



Ruhrmetal.com