Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 03:01 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Paragon - Revenge
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Paragon - Revenge
  »Trackliste
1. Intro / Impaler
2. Assassins
3. Traitor
4. Master Of The Seas
5. Revenge
6. Symphony Of Pain
7. Beyond The Veil
8. The Battle Rages On
9. The Art Of War
10. Empire Of The Lost
11. The Gods Made Heavy Metal ( Manowar Cover )


Release: 2005
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 59.14 min
Format: CD Audio
Label: Remedy-Records

 

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich PARAGON erst seit kurzer Zeit kenne. Ich hatte dann das Glück, die Band auf einem Konzert in Hagen kennen zu lernen und was sie dort abgeliefert haben, war schier unglaublich. Die Energie, die sie mit ihrer Musik auf die Bühne gebracht haben, verleitete mich sofort zum Bangen, die erstklassigen Chöre und die klasse Soli gingen direkt ins Ohr. Ebenfalls erstaunlich war der unbändige Enthusiasmus der Band, da das Konzert sehr schlecht besucht war und sie trotzdem Gas gaben, als würden sie das Wacken headlinen. So stand es für mich außer Frage, dass ich mir ein Album der Band besorgen musste. Ich entschied mich für ihr aktuelles Werk „REVENGE“, und ich muss sagen, selten hat mich ein Album beim ersten Hördurchgang dermaßen begeistert. Hier wird einfach alles geboten, was das Metallerherz begehrt: eine gute, trotzdem nicht zu klinisch klingende Produktion, tolles Songwriting, eine gute Mischung aus schnellen und Mid – Tempo Songs, ein toller Sänger mit einer interessanten Stimme, sofort ins Ohr gehende Refrains mit tollen Chören und nicht zu letzt Soli ohne Ende. Was will man mehr?
Nach einem kurzen Intro legen PARAGON direkt mit „Impaler“ los, einem Song, der genau das beinhaltet, was ich oben zu beschreiben versucht habe. Man wird vom ersten Takt an mitgerissen. Auch zu „Assassins“ kann man nichts Anderes sagen. Mit „Traitor“ folgt der erste richtige „Hit“. Besonders hervorheben muss man das fast 10 minütige (!) „Masters Of The Seas“. Ein Song, der fast epische Ausmaße annimmt, wobei es PARAGON jedoch schaffen, zu keiner Zeit kitschig oder pathetisch zu klingen wie viele vergleichbare Kapellen. Der Chorus ist schlichtweg genial, man wird fast zum Mitsingen gezwungen. Der Titeltrack des Albums ist einfach ein geiles Metallied mit fast hymnenhaften Charakter. Wen es jetzt noch nicht bei den Eiern gepackt hat, der sollte lieber Gothic hören. Zu den übrigen Stücken kann man eigentlich nicht mehr viel sagen, PARAGON halten das Niveau über das ganze Album. Alle Songs besitzen die gleichen unverkennbaren Trademarks der Band. Sogar die obligatorische Ballade kann man als gelungen betrachten, da Andreas Babuschkin sehr gefühlvoll singt und es sich nicht um eine Kitschballade a la Hammerfall oder Stratovarius handelt und außerdem ein geiles Solo enthalten ist. Der letzte Song ist ein besonderes Schmankerl: mit „The Gods Made Heavy Metal“ huldigen PARAGON ihren Helden MANOWAR und das keinesfalls in unwürdiger Art und Weise. Ein runder Abschluss für ein geniales Album.
Ich kam natürlich nicht darum herum, mir die limitierte Ausgabe des Albums zu kaufen, welcher eine Live – DVD vom PARAGON Auftritt auf dem Sweden Rock Festival beiliegt. Die Aufnahmen wirken eher amateurhaft und der Sound ist bescheiden, jedoch gewinnen die Aufnahmen dadurch einen besonderen Charme und die Atmosphäre auf dem Festival wird meiner Meinung gut eingefangen. Auch dort spielten PARAGON vor relativ kleinem Publikum und gaben trotzdem Vollgas. Wenn der Metal eine Zukunft hat, dann mit solchen Bands, die mit hundertprozentiger Überzeugung hinter ihrer Sache stehen. Für mich das bisher beste Album des Jahres.



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