Datum : 19.01.2018
Uhrzeit: : 16:48 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Black Sabbath - Heaven and Hell
» Black Sabbath - Heaven and Hell
Homepage : www.black-sabbath.com
 

Black Sabbath - Heaven and Hell
  »Trackliste
1. Neon Knights
2. Children of the Sea
3. Lady Evil
4. Heaven and Hell
5. Wishing Well
6. Die Young
7. Walk Away
8. Lonely is the World


Release: 1980
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Doom Metal
Laufzeit: 40.06 min
Format: CD Audio
Label: Metal Is Records

 

Es ist mir zwar bewusst, dass wir eigentlich keine Klassiker–Sektion haben, aber was nicht ist, kann ja noch werden und um mal den Anfang zu machen, erschien es mir mehr als sinnvoll, mit einem der meist gehörten und zugleich meist geliebten Alben aus meiner privaten Sammlung anzufangen: Black Sabbath´s grandiosem „Heaven and Hell“.

Natürlich werden Black Sabbath in Zeiten von Tattergreis–TV auf MTV zu allererst mit Ozzy Osbourne assoziiert, wogegen ja auch im Prinzip nichts einzuwenden ist, schließlich ist die Bedeutung des „Prince of Darkness“ allein wegen der ersten legendären Sabbath-Alben unbestritten. Doch wer die Alben aus der Zeit ohne Ozzy nicht kennt, oder sogar deshalb meint, sie herabwürdigen zu müssen, verpasst einiges bzw. hat keine Ahnung. Schließlich bestand/besteht die Band ja nicht nur aus Ozzy: Das Genie von Bill Ward, Geezer Butler und nicht zuletzt des göttlichen Tony Iommi kann man auch auf „Heaven and Hell“ bewundern und außerdem fand man mehr als würdigen Ersatz für den 1977 endgültig abgewanderten Ozzy, nämlich in einem Mann, dessen Stimme und gesamtes Werk ich vergöttere: R.J. Dio, grade passenderweise bei RAINBOW ausgestiegen.

Irgendwie habe ich leichte Schwierigkeiten, das Album als Doom Metal zu bezeichnen, manches ist doch sehr „Hard Rock“–lastig. SABBATH wirken nicht mehr so böse und düster wie mit Ozzy, dennoch gewinnen die Texte durch die einzigartigen Lyrics Dio´s eine neue Intensität und Tiefe.

Besonders hervorheben lässt sich z.B. der rockige Opener „Neon Knights“ (eine recht erfolgreiche Single-Auskopplung), das brilliante „Children of the Sea“, der grandiose Titeltrack (eins der Überriffs von Iommi überhaupt – genial !) , das wunderschöne „Die Young“ oder das melanchlische „Lonely is the World“, welches das Album ausklingen lässt.

Eigentlich könnte ich mich noch endlos über jede einzelne dieser acht Perlen auslassen, aber jeder, der das Album noch nicht kennt, macht sich am besten ein eigenes Bild davon. Es lohnt sich auf jeden Fall, mehrere Stunden Zeit in das Album zu investieren, denn bei jedem Hördurchgang lässt sich etwas neues entdecken und man gewinnt so einen ganz persönlichen Zugang dazu. Kaufen! Genießen!



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