Datum : 21.06.2018
Uhrzeit: : 06:49 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : B.G.T. - The Inner Death
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Homepage : www.bgtmetal.de
 

B.G.T. - The Inner Death
  »Trackliste
1. The Inner Death
2. Recompense
3. Scarred
4. Aggression Square
5. My Demons
6. Carnage
7. Only The Strong Survive
8. Executor 05
9. Irony
10. The Novel Of Hate

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 41.10 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Beim ersten Hinstarren auf das gut gemachte Cover-Artwork des im Jahr 2005 erschienenen „The Inner Death” fällt einem sofort der recht fragwürdige Schriftzug „B.G.T.” auf, welcher von zwei Äxten umgeben ist und bei mir eine Vielzahl an Ideen weckt, wofür diese drei Buchstaben stehen könnten.
„Bibliographie Geschichte der Technik” oder, eine lustigere Variante, „Backe gerade Teilchen”, die aber mit der Band selber und vor allem mit der Musik wohl weniger zu tun haben. Nach einer weitgehenden Internetrecherche (Bandhomepage, etc.) bin ich zum Entschluss gekommen, dass das Geheimnis um den ominösen Namen wohl besser behütet ist, als der Heilige Gral selber. Sollte uns aber nicht weiter stören, da ja bekanntlich die musikalischen Aspekte wichtiger sind, als irgendwelche unwichtigen Bedeutungen diverser Abkürzungen. Die Band aus Neumünster besteht aus fünf Recken: Den alten Mitgliedern von Vocation (nein, kein Punkrock aus Stuttgart) und Mortura, die manchen Älteren bekannt sein müssten. Nach dem existenziellen Ende der Urgesteine entwickelte sich B.G.T. aus einem Projekt heraus zu einer ernsthaften Größe. Nach diversen Line-Up-Wechseln, welche schon zum Standard jeder Band gehören , hat sich 2001 ein perfektes Team zusammengefunden und die Musikrichtung Agressions- (Aggro-) Metal wurde ins Leben gerufen . Wer sich gerade fragt, was Aggro-Metal ist, sollte unbedingt die Homepage besuchen: www.btgmetal.de. Der Satz alleine „Ich hau dir auf die Fresse” lädt förmlich dazu ein, seinen Nachbarn auf Konzerten in guter alter Pogo-Manier mit Füßen und Ellbogen zu bearbeiten.

Musikalisch schlagen die Jungs deutlich in die Death Metal Kerbe mit leichtem Abgleiten in den 90er Jahre Hardcore Bereich und knüpfen an das 1998 erschienene Debüt-Album „Of Noise And Flesh” an, welches damals überraschend positiv empfangen wurde. In dem 41minütigen, gut produzierten „the Inner Death” Album, aufgenommen im Baltic Sound Studio (u.a GUM-HEN, sowie die Jazzlegende Martin Weiss), tauchen deutliche Ähnlichkeiten zu Death Metal Größen wie Six Feed Under auf. Sollte aber keinen stören, da die Jungs genug Eigenideen und vor allem langwierige, musikalische Erfahrung besitzen um ihr Material, trotz der Ähnlichkeiten, interessant und hörenswert zu gestalten. Die Songs bewegen sich zum größten Teil gemütlich und ziemlich groovig im Midtempo-Bereich und vermeiden jeden hastigen Übergang. Dennoch klingen die Stücke sehr druckvoll und in keiner Weise langweilig bzw. gleich. Vor allem die Arbeit von Shouter Börbel ist durchaus erhaben und verleiht durch seine ausdrucksstarken Vocals dem Hörer einen zusätzlichen Tritt in den Allerwertesten. Im Ganzen handelt es sich bei „The Inner Death” um ein verdammt starkes und vor allem gut produziertes Album, welches einen von der ersten bis zur letzten Hörminute mit brachialem Sound und tödlichen Grouls von den Beinen fegt.


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