Datum : 26.04.2018
Uhrzeit: : 21:01 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : The Darkness - One Way Ticket
» The Darkness - One Way Ticket
Homepage : www.the-darkness.de
 

The Darkness - One Way Ticket
  »Trackliste
01. One Way Ticket
02. Knockers
03. Is It Just Me?
04. Dinner Lady Arms
05. Seemed Like A Good Idea At The Time
06. Hazel Eyes
07. Balds
08. Girlfriend
09. English Country Garden
10. Blind Man

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Hard Rock
Laufzeit: 35.04 min
Format: CD Audio
Label: Warner Music Kommentar / Userwertung eintragen

 

The Darkness?! Die Tucken aus dem Fernsehen?! G E N A U !!! Ich kann förmlich die ungläubigen Augen des Lesers spüren als er den Titel des Reviews erblickt. Aber Leute: The Darkness ist saugeiler Hard Rock bzw. Glam Rock! Guns n' Roses meets AC/DC! Noch immer verdutzt? Weiterlesen!

Das Intro des kleinen, schnuckeligen Albums fängt sich die ersten Lacher ein. Mystische Sounds und Keyboardsounds wie sie (lustigerweise) sehr Equilibrium-mäßig klingen. „One Way Ticket” klingt stark nach AC/DC mit eingequetschten Eiern (was durchaus nichts Schlechtes ist). Begeistert hört man die simplen, aber groovigen Riffs und die quietschend hohe Stimme schafft zu begeistern. Man bewegt sich konstant auf einer Linie des Mitsingens und des Lachens. Dieses Feeling, die Atmosphäre der Band darf und soll man schlichtweg nicht ernst nehmen. Hin und wieder erklingen sporadisch Harfen im Hintergrund, zusammen mit arabisch anmutenden Soli. Alles regt zum Mitsingen an und Fröhlichkeit kommt auf.
Genau wie bei den folgenden Songs. „Knockers” mit seinem Country/Western Refraine lässt die Hüfte zum Takt der Musik wackeln und bei „Is it just me?” könnte man glatt bangen. Die Stimmung legt sich beim nächsten Song. „Lady Dinner” wirkt nachdenklich, ruhig und hat ein bisschen was von Depeche Mode, was aber im Refraine mal wieder völlig verlorengeht, wenn Sänger Justin seine glöckchenhohe Stimme erklingen lässt, dass es in den Zähnen wehtut.
„Hazel Eyes” sticht stark beim Hören hervor. Das Intro des Songs bildet eine seltsame, kleine Gitarrenmelodie mit chinesischen Einflüssen und einem netten Gitarrensound. Der Rest geht wie gewohnt nach „The Darkness” Manier weiter. Ein Zwischenteil im Song zwischen Strophe und Refrain hat militärische Trommelklänge und ,geilerweise, Dudelsäcke, die schottische Marschstimmung aufkommen lassen. Der Refrain ist wohl der coolste des Albums. Man kommt nicht drum herum mitzusingen und erwischt sich selbst hüpfend auf seinem Stuhl sitzend. Mein absoluter Favorit des Albums!
Auch „Balds” ist ein ungewohnt rockiger, Kiss-mäßiger Song, der einfach beim Hören des Albums auffällt. Dem steht „Girlfriend” mit nichts nach! Der bluesige Sound mit dem quetschhoden-Gesang ist sogar hin und wieder mit Trompeten und Streichern unterlegt. Eine genauso absurde, wie auch geile Mischung. Man kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus.
Am Ende bleibt noch „Blind Man” zu nennen: Die Ballade mit orchestralen Elementen und dem Flügel als Melodieträger bringt einen endgültig zum Lachen. Man kann das einfach nicht ernst nehmen! Es klingt so dermaßen nach Queen, dass der Hörer sich Sänger Justin zwangsweise einfach mit Schnäuzer vorstellen muss.

Fazit: Ich liebe es! Alle die Humor haben und was mit Guns n' Roses, AC/DC und Kiss anfangen können, sollen, nein MÜSSEN einfach zugreifen. Ich verspreche euch, ihr werdet es lieben! Diese konstante, fröhliche Stimmung ist einfach so kräftig, dass es unmöglich ist, schlechte Laune zu haben. Eine solide, sehr klare Produktion und diese völlig bunte Musik, die Einflüsse aus allen möglichen Bereichen hat, rockt, dudelt, quietscht und schunkelt je nach Song in völlig unbekannten Sphären direkt aus dem „The Darkness” Studio auf einem Silberling in die Anlage.


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