Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 14:04 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Lindisfarne - Heading the Attack
» Lindisfarne - Heading the Attack
Homepage : www.lindisfarne793.de
 

Lindisfarne - Heading the Attack
  »Trackliste
01. Heading the Attack
02. Total Devastation
03. The Spirit of Archaic Wisdom
04. Declaration of War
05. I Will Never Die for Heaven
06. The Gates of Valhalla
07. Vengeance of the Elder
08. Answer the Mountains Call
09. Belief
10. Betrayed by Forgotten Dreams
11. Dirty Leather Queen
12. Camouflage
13. Sworn Revenge


Release: 2005
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 57.25 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion Kommentar / Userwertung eintragen

 

LINDISFARNE haben schon eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Angefangen von Black Metal mit Keyboarduntermalung, über Pagan Metal ohne Keyboard, hin zu „Old School Death Metal mit schwedischem Einfluss“, wie die Band ihren derzeitigen Stil definiert und was man auch ruhig so stehen lassen kann, denn auf „Heading the Attack“ wird ordentlich geknüppelt. Thematisch bewegt sich die Band noch größtenteils – wie es ihr Name ja auch eigentlich vermuten lassen sollte – in Pagan-Gefilden, greift aber auch andere Themen auf, was für mich in Sachen Eigenständigkeit und Innovation schon mal einen Pluspunkt darstellt. Aber auch die musikalische Leistung der Band geht voll in Ordnung. Geboten wird technisch hochwertiger Death Metal, geknüppelt wird wie gesagt ordentlich, wobei dennoch auch Melodien nicht zu kurz kommen. Außerdem – was ich bei einer Death Metal Band schon sehr cool finde – blitzen an manchen stellen noch die Pagan Roots von LINDISFARNE auf, es wurde nämlich der ein oder andere nette Folk Part eingebaut. Natürlich könnte man vermuten, dass das Album aufgrund des zwar vorhandenen, aber noch nicht abgeschlossenen Stilwechsels in textlicher und musikalischer Hinsicht wirr und zerfahren wirkt, aber dieser Verdacht wird zum Glück nicht bestätigt. Das Gesamtbild ist durchaus rund und man kann das Album gut durchhören, ohne dass irgendwelche Störfaktoren negativ ins Gewicht fallen. Die Songs fallen sehr abwechslungsreich aus, was ja gerade im Bereich des Death Metal keine Selbstverständlichkeit ist und warten mit einigen sehr schönen Harmonien und Leadparts auf.
Die einzigen, wesentlichen Kritikpunkte sehe ich in der Produktion und dem Drumsound, der merkwürdig blechern klingt und an manchen Stellen den Rest der Band verschluckt. Außerdem finde ich den Gesang eher schwach und wenig ausdrucksstark, auf diesem Gebiet muss sich die Band auf jeden Fall noch verbessern. Ansonsten aber Daumen hoch !


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