Datum : 21.04.2018
Uhrzeit: : 23:25 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Blood Red Angel - Crime Entertainment
» Blood Red Angel - Crime Entertainment
Homepage : www.bloodredangel.de
 

Blood Red Angel - Crime Entertainment
  »Trackliste
1. Intro
2. Disabled Mankind
3. Like a Cancer
4. Damaged
5. World of Scum
6. Downwards
7. War Entertainment
8. Presence of a Shadow
9. The New Rights
10. Darksideforce
11. Decline


Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Prog. Metal
Laufzeit: 35.34 min
Format: CD Audio
Label: Supreme Chaos Records

 

Das dritte Album einer Band wird ja oft als das Karriere entscheidende bezeichnet. Leider kann ich zu den zwei vorangegangenen Platten keine Auskünfte geben, da mir Blood Red Angel nun auch erst seit einigen Tagen ein Begriff ist. Was mich allerdings ein klitze kleines bisschen verwundert, da das Quintett schon auf Bühnen wandelte, die wenig später Größen wie Destruction, Tankard, Dew-Scented, Sinister oder Night in Gales erklommen. Also entweder hab ich die Jungens wirklich noch nicht live erlebt oder ich hab schon bei Konzertbeginn voll einen im Koffer gehabt…aber ich schweife ab.
Bekanntermaßen gründen in letzter Zeit viele Emporkömmlinge neben einer neuen Band auch noch den passenden Musikstil gleich mit. BRA bilden da keine Ausnahme und verwöhnen uns mit ihrem „Rhine Area Thrash“ – suuuuuuuuper Wortspiel!!!!
So nun is aber Feierabend mit sarkastischem Tadel. Musikalisch haben die Krefelder nämlich wirklich wat auffe Kette was der Opener „Disabled Mankind“ auch eindrucksvoll unter Beweis stellt. Da wird richtig schön nach alter Schule geholzt was die Äxte hergeben und auch „Like a Cancer“ dürfte mit seiner etwas ruhigeren Gangart jeden Headbanger entzücken. „Damaged“ lässt ein klein wenig die NWoBHM-Flagge raushängen, gepaart mit klassischen Bay Area Arrangements. Also so in etwa Maiden meets Exodus. Aber auch modisch moderne Klänge „Downwards“, „The new Rights“ die eine ordentliche Schüppe Metalcore geladen haben sind zu vernehmen. Besonderes Augenmerk sollte auf den quasi-Titeltrack „War Entertainment“ gelegt werden. Klasse Riffs, gelungener Chorus, vertrackte Soli und alle Breacks genau an der richtigen Stelle, was will man mehr? Den Rest der Platte kann man getrost unter „find ich gar nicht mal so übel, hab ich aber schomma in ähnlicher Form irgendwo anders bis zum Erbrechen gehört“ abheften.
Die Stimme von Schreihals Klaus Spangenberg wandelt irgendwo zwischen raubeinigen Black Metal Schreien, alten Thrash Heroen und neumodischen Metalcore Geschichten. Prinzipiell keine all zu verkehrte Mischung würde sich nicht des Öfteren dem Klaus seine Stimme total überschlagen. Klingt komisch, is’ aber so – andererseits clean singen is für Mainstreamfatzken. Argh Argh!!!!!!
Fazit: Einerseits knallt die Scheibe ziemlich fett, andererseits sollte man, wenn man alten 80er Idolen nacheifern möchte, nicht ganz so viele neumodische Elemente in seinen Sound einbauen. Alles in Allem klingt die ganze Chose einigen Happen zu modern für meinen Geschmack. Mit der Agilität die die beteiligten Musiker an den Tag legen und der ordentlichen Produktion haben BRA jedoch einen gewaltigen Stein im Brett
EXTRA:
Muuuuaahahahahahaha der Darky hat’s mal wieder geschafft jemanden bloßzustellen: Gitarrenfreggel Jens Sonntag bekennt sich, wie folgender Link beweisst, offen zu Christina Aguiliera:
http://www.bloodredangel.de/pages/bio_jens.htm

Mal im Ernst mein Engel. Mit so was treibt man nun wirklich keine Scherze .





Ruhrmetal.com