Datum : 19.01.2018
Uhrzeit: : 16:48 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Massacra - Signs Of The Decline
» Massacra - Signs Of The Decline
Homepage : www.sharkrecords.de/rustydiamond/rusty.htm
 

Massacra - Signs Of The Decline
  »Trackliste
1. Evidence Of Abominations
2. Defying Man’s Creation
3. Baptized In Decadence
4. Mortify Their Flash
5. Traumatic Patalyzed Mind
6. Excruciating Commands
7. World Dies Screaming
8. Signs Of The Decline
9. Civilisation In Regression
10. Full Frontal Assault
Bonus tracks from the album “Sick”:
11. Madness Remains
12. Ordinary People
13. Closed Minded
14. Harmless Numbers
15. Can’t Stand
16. My Reality

Release: 2006
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 71.00 min
Format: CD Audio
Label: Rusty Diamond Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Kennt einer von euch die Band Massacra aus dem Land, wo die Frösche am Mittagstisch noch so gern gesehen werden, wie bei uns Kartoffeln mit Sauerkraut?
Es handelt sich natürlich um unsere lieben Nachbarn, die Franzosen, die wohl eine der besten französischen Death Metal Bands ausgebrütet haben, die uns in 11 Jahren Bandgeschichte mit insgesamt 5 Alben beglücken konnten. Heutzutage wird man sich an die ´86 gegründete Band kaum erinnern, denn 2 Jahre nach ihrer letzen Scheibe „Humanize Human“( ´95 ), verstarb der Gründer Fred Duval (guitares, voix) mit 29 Jahren an Krebs und somit auch die Band. Einige Mitglieder widmeten sich ihrem industriellen Nebenprojekt „Zero Tolerance“, welches nicht vom Erfolg gesegnet wurde. Nach 3 Aufgenommen Demos landeten die Franzosen bei Shark Records (Rusty Diamond Records) aus Deutschland, die sich zum Ziel gemacht haben, dem Oldschool Metal treu zu bleiben und all die feinen, schönen Scheiben aus der alten guten Zeit noch mal neu zu veröffentlichen. So geht es auch der ´92 veröffentlichten „SIGNS OF THE DECLINE“ von „MASSACRA“, die noch mal Anfang 2006 mit Bonus auf den Markt geworfen wurde. Da fragt man sich in erster Linie: Wieso gräbt man Scheiben aus den ´90er Jahren aus und schmeißt die 14 Jahre später noch mal auf den Markt?
Gibt es nicht schon genug CDs auf dem Markt? Werden die CDs durch ihre megabunten Cover überhaupt noch beachtet oder geht man an der Scheibe vorbei und denkt sich „ Man was für ein Scheiss Cover, ich mache lieber schnell einen Bogen um den Silberling“?
Zugegeben, die Cover vieler damaliger CDs waren recht bunt und hässlich, aber hey, man hat die Cover noch gemalt und nicht mit 3D Programmen gestaltet und es sollte nicht sein, dass Cover über die Qualität und musikalischen Fähigkeiten der Kapelle bestimmen, so wie im Falle der „Signs of the Decline“. Denn was die Jungs in den 39:47 min auf die Beine stellen, dürften jeden Death Metaller vollkommenst überzeugen. Perfekte Gitarrenläufe die zwischen schnellen, wirren, brachialen Parts und kurzen, teils komplizierten, aber gut klingenden Soli wechseln, ein tollwütiger Drumer auf Koks, viel Abwechslung in den einzelnen Songs, gut produzierte Scheibe, sowie einen aussagekräftigen Shouter. Was will man mehr? Im großen und ganzen kann man nicht viel über die Scheibe sagen, außer: Kaufpflicht! Solch eine Spielfreude bekommt man heutzutage von den meisten Death Metal Bands nur noch kaum geboten.
Zusätzlich finden sich noch 6 Lieder auf der Scheibe von der ´94 erschienen „Sick“, die deutlich thrashiger, aber ruhiger rüberkommt und somit verlängert sich die Spielzeit auf 71 min. Ist ´ne schöne Abwechslung zu dem Material davor. An dieser Stelle kommt wie immer ein Fazit, welches sich aber diesmal kürzer halten wird, da ich oben schon alles gesagt habe.
Super Album!



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