Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:15 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Korpiklaani - Tales along this Road
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Homepage : www.korpiklaani.com
 

Korpiklaani - Tales along this Road
  »Trackliste
01. Happy Little Boozer
02. Väkirauta
03. Midsummer Night
04. Tuli Kokko
05. Spring Dance
06. Under The Sun
07. Korpiklaani
08. Rise
09. Kirki
10. Hide Your Richess

Release: 2006
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Folk Metal
Laufzeit: 49.29 min
Format: CD Audio
Label: Napalm Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Seit nunmehr drei Jahren, gleich nach der Auflösung der Vorgängerband SHAMAN, sind KORPIKLAANI aus dem Folk/Viking Metal-Zirkus nicht mehr wegzudenken. Mit „Tales along this Road“ erscheint dieser Tage bereits das dritte Album des Klan des Waldes und im Vergleich zu „Spirit of the Forest“ und „Voice of Wilderness“ gibt es mal wieder einige Neuerungen zu verzeichnen. Die offensichtlichste Veränderung hat sich im Line-Up vollzogen. Waren die Jungs letztes Jahr noch zu acht unterwegs, begnügt man sich anno 2006 mit gerade einmal sechs Musikern. Neben Bassist Arto, dessen Posten nun von Jarkko Aaltonen eingenommen wird, mussten auch Axtschwinger Honka und Perkussionist Ali ersatzlos die Segel kappen.

Musikalisch geht’s eigentlich zu wie immer. Die durchgeknallten Finnen berauschen den Hörer nach wie vor mit einer gekonnten Mischung aus guter Laune Metal, reichlich Folkelementen und eingängigen Melodien. Gerade der Party-Faktor wird gleich mit dem Opener „Happy little Boozer“, der nicht nur vom Titel her stark an Songs wie „Beer, Beer“ erinnert, bekräftig. Hoch die Humpen. Weiter geht’s mit starker FINNTROLL Attitüde in Form von „Väkirauta“ (netter Refrain) und „Midsummer Night“, wobei beim zuletzt genannten das Akkordeon für meinen Geschmack eindeutig zu dominant ist. Mit der teils träumerischen, teils packenden Ballade „Tuli Kokko“ gehen KORPIKLAANI endlich auch wieder prozentual mehr Metal als Folk beeinflusste Wege. Gewohnte Kost gibt’s mit „Spring Dance“. „Under the Sun“ hingegen überrascht durch seine ansatzweise vorhandene Melancholie und dennoch positive Grundstimmung. Die neue Bandhymne „Korpiklaani“ dürfte sich trotz nicht all zu einfacher Sprache in naher Zukunft zum echten Live-Hit entwickeln. An dieser Stelle ist leider Schluss mit erwähnenswerten Momenten auf diesem Album. Zwar sind die restlichen Stücke „Rise“, „Kirki“ und „Hide your Richess“ keinesfalls übel, dürfen aber getrost zur gewohnten Alltagskost gezählt werden.

Fazit:
„Spirit of the Forest“ war innovativ und hatte mit „Wooden Pints“ einen Folk Metal Evergreen im Programm. Mit ihrem letztjährigen Werk „Voice of Wilderness“ erhob die entsprechende Zielgruppe die Band in ihren Olymp. Das so wichtige dritte Album „Tales along this Road“ besticht vor allem durch eins: Solidität. Keiner der zehn Titel darf als Ausfall bezeichnet werden, aber wirkliche Kracher wie „Cottages and Saunas“ oder „Hunting Song“ sind nicht darunter. Ob dies nun als eher negativ oder positiv ausgelegt werden sollte, bleibt strittig. Es drängt sich jedoch schnell der Verdacht auf, dass die Band mit dieser Platte lieber auf Nummer sicher gehen wollte. Lieber keine Experimente, dafür reichlich Gewohntes in nur teilweise neuen Gewändern.



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