Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:13 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sodom - Lords of Depravity
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Homepage : sodomized.info
 

Sodom - Lords of Depravity
  »Trackliste
DVD I: Historical depravity
Die Bandgeschichte 1982-1995.

DVD II: Live depravity
01. INTRO
02. AMONG THE WEIRDCONG (MIXCLIP)
03. VICE OF KILLING (SOFIA)
04. OUTBREAK OF EVIL (SOFIA)
05. MASQUERADE IN BLOOD (SOFIA)
06. ON TOUR WORLDWIDE
07. THE SAW IS THE LAW (MIXCLIP)
08. REMEMBER THE FALLEN (WFF)
09. DIE STUMME URSEL (WFF)
10. M 16 (ROCKHARD)
11. PRESS WORLDWIDE
12. NAPALM IN THE MORNING (MIXCLIP)
13. NUCLEAR WINTER (SOFIA)
14. TOMBSTONE (SOFIA)
15. SODOMIZED (SOFIA)
16. EAT ME (SOFIA)
17. SODOM WORLDWIDE
18. CODE RED INCL. INTRO (WACKEN)
19. ABER BITTE MIT SAHNE (WACKEN)
20. WACHTURM (WACKEN)
21. AGENT ORANGE (WACKEN)
22. FANS WORLDWIDE
23. SODOMY AND LUST (SOFIA)
24. WITCHING METAL (SOFIA)
25. BACKSTAGE (SOFIA)
26. AUSGEBOMBT (SOFIA)
27. ACE OF SPADES (SOFIA)
28. BACKSTAGE (SOFIA)
29. STALINHAGEL (MIXCLIP)
30. OUTRO




Release: 2005
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 315 min
Format: DVD
Label: SPV Kommentar / Userwertung eintragen

 

In diesen düsteren Tagen, in denen das Geld bei allen immer knapper wird und man schonmal in die Situation kommt, jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen, ist es für den leidenschaftlichen Musikfan bisweilen schwierig zu entscheiden, wofür er die hart verdiente Kohle letztlich ausgeben soll. Und so wird bei allen Neuveröffentlichungen immer heiß diskutiert, ob man für sein Geld etwas geboten bekommt, sprich Value for Money. Diese Wendung definieren SODOM mit ihrer ersten DVD neu. Viel sagen muss man zu der Band wohl nicht mehr, wer SODOM nicht kennt und sich als Metalhead bezeichnet…. nun, lassen wir das.

Hochwertig ist allein schon die Aufmachung der DVD: Sie kommt in einem edlen Pappschuber und zu den beiden Teilen (Historical Depravity,Live Depravity) gibt es jeweils ein ausführliches farbiges Booklet.

Viele Bands haben sicherlich schon ihre Biographie filmisch festgehalten, doch selten hat eine Band wohl selber soviel Zeit und Herzblut in eine DVD investiert wie SODOM und das merkt man der Scheibe auch auf eine herzerfrischende Art und Weise an. Die Dokumentation bringt es doch tatsächlich auf sage und schreibe 180 (!!) Minuten und wie es der Titel der DVD vermuten lässt – Lords of Depravity Part I – wird nicht einmal die vollständige Bandgeschichte nachgezeichnet, der Film umfasst „lediglich“ die Jahre 1982-1995. Das soll selbstverständlich kein Kritikpunkt sein, ich wünsche Tom und seinen Mannen schon an dieser Stelle, dass sie mindestens nochmal 20 Jahre die Geschichte ihrer Band fortführen und somit noch genug Material für Part II und III enstehen wird. Davon gehe ich aber eh aus, SODOM sind auch im Jahr 2006 immer noch die deutsche Thrash-Macht. Ich schweife grad ein wenig ab, man merkt mir vielleicht an, dass diese DVD meine Begeisterung für die Band erneut entflammt hat.
Aber nun zurück zu „Historical Depravity“ : Die Doku bietet eine ausführliche Zusammenfassung der Bandgeschichte und zeichnet ihren rasanten Aufstieg nach - von einer anfangs belächelten Krach Metal Band auf den deutschen Thrash Metal Thron. Es gibt unzählige Interviews, vor allem mit ehemaligen Bandmitgliedern, die alle überraschend ehrlich geführt sind (bemerkenswert ist beispielsweise der emotionale Ausbruch von Chris Witchhunter, der damit droht, die Kamera einzuschlagen), außerdem sind viele alte Live Aufnahmen und uralte Photos für die DVD ausgebuddelt worden. Viel besser kann man seine eigene Geschichte nicht erzählen. Mein einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass der gute Tom vielleicht manchmal ein wenig zu omnipresent ist, aber das ist nur ein persönlicher Eindruck und außerdem hat der Gute auf jeden Fall viel Interessantes zu erzählen und auch die ein oder andere amüsante Anekdote auf Lager. Lasst euch überraschen!

An der Live-DVD gibt es ebenfalls nicht viel auszusetzen. Gut, man könnte darüber diskutieren, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, eine komplette Live-Show festzuhalten. Allerdings ist die von SODOM gewählte Variante auch nicht schlecht, dadurch entsteht eine gewisse Dynamik und zusätzlich gewinnt man noch ein paar Eindrücke vom Leben „on the road“. Sehen kann man unter anderem Ausschnitte aus den Gigs vom Rock Hard Festival, With Full Force, Wacken und einem Gig in Sofia, bei dem die Hingabe der Fans absolut begeistert. Eigentlich könnten sich daran die hiesigen Metal Fans im Konzert-übersättigten Deutschland mal ein Beispiel nehmen. SODOM werden dort gefeiert wie Popstars und deshalb ist es auch verständlich, dass die meisten Songs von diesem Gig genommen wurden. Jedenfalls bietet dieser Teil der Scheibe einen perfekten Eindruck von den Live-Qualitäten des deutschen Trios. Alle Smash-Hits werden dargeboten und wer nach dieser DVD nicht geil ist auf die neue Platte und die nächsten SODOM Gigs, dem kann ich auch nicht helfen. Was bleibt mir noch anderes zu sagen außer:

It's time to die
Death stands behind the door
Satan sends his warriors
Demons break out of hell

Shrill cries
Angel dies
Shrill cries
Outbreak of Evil !!


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