Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 14:07 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Obscenity - Where Sinners Bleed
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Homepage : www.obscenity.de
 

Obscenity - Where Sinners Bleed
  »Trackliste
01. Obsessed With Slavery
02. Die Again
03. Mutate To Scourge – Infecdead
04. Incomplete
05. Out Of The Toms
06. Cannibalistic Intent
07. Where Sinners Bleed
08. Return To Flesh
09. Non-Existance
10. The Bullet That Kills

Release: 2006
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 41.52 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon Music Kommentar / Userwertung eintragen

 

Mein lieber Herr Gesangsverein! Wie hab ich das denn geschafft, diese oberaffengeile Death Metal-Combo aus dem schönen Oldenburg bisher zu verpennen, trotz der Tatsache, dass „Where Sinners Bleed“ nun schon das siebte (!) Studioalbum von OBSCENITY ist. Außerdem ist die Band bereits seit dem Jahr 1989 aktiv und ob man sie noch zum Underground zählen kann, wage ich zu bezweifeln, denn sie waren schon mit richtig großen Namen unterwegs und haben unter anderem die No Mercy Tour 2002, auf dem With Full Force 2002 und dem WOA 2003 gespielt sowie an einer Tour mit Six Feet Under teilgenommen. Falls Ihr auch noch nichts von OBSCENITY gehört habt, Asche über Euer Haupt und in zwei Wochen auf zu eurem Plattendealer des Vertrauens, um euch ein Exemplar dieser Bombe hier zu sichern. Ganz groß!

Der Opener „Obsessed By Slavery“ gibt gleich direkt die Richtung vor – voll auf die 12! Von langweiligem, monotonem Gestampfe, wie man es von einigen Genre-verwandten Bands kennt, kann hier nicht die Rede sein. Oliver Jauch hat eine mordsmäßige Stimme, die sogar sehr variabel ist und die instrumentale Fraktion tut ihr Übriges: Viele Blast–Parts, geile Soli und durchdachtes Songwriting. Deather–Herz, was willst du mehr? Man hat kaum Gelegenheit zum Luftholen, denn mit „Die Again“ wird direkt weitergeprügelt. Der Song überzeugt durch stimmungsvolle Soli und durchdachtes Songwriting. „Mutate To Scourge - Infecdead“ ist wieder verflucht schnell. Abwechslung bringen auch hier geschickt eingesetzte Mid-Tempo-Zwischenparts und feine Soli. Sollte live sehr gut ankommen, der Refrain eignet sich gut zum Mitgröhlen. Leute, Ihr könnt sagen was Ihr wollt, aber das hier ist fast auf einem Level mit den großen Ami Death Bands wie CC, etc.
An die erinnert auch das folgende „Incomplete“. Wunderbar groovig! Der Refrain ist sehr düster und bleibt einem direkt im Ohr. Die Vocals sind hier von nahezu beängstigender Intensität. Während in den Strophen gnadenlos drauflos geprügelt wird, stampft besagter Ohrwurm-Refrain nur so vor sich hin, dass es eine helle Freude ist. „Cannibalistic Instinct“ erinnert dann nicht nur vom Namen her wieder an eine ganz bestimmte Gruppe aus Florida, aber wer möchte den sympathischen Norddeutschen das ernstlich übel nehmen, zumal sich die Band technisch auf einem derart hohen Level bewegt. Außerdem weisen die Tracks mehr als genug Eigenständigkeit und Eingängigkeit auf und gelegentlich kommen sogar mal leichte Thrash Einflüsse zum Vorschein. Der Titeltrack gehört mit zu den stärksten Liedern des gesamten Albums. Besonders der Refrain macht wieder alles platt und erinnert mich persönlich vom Stil her ein wenig an Kataklysm. „Return To Flesh“ überzeugt vor allem durch die geschickt eingesetzten Tempowechsel und einmal mehr durch die enormen musikalischen Fähigkeiten der Musiker. „Non-Existance“ wird wieder einmal durch einen Refrain mit Wiedererkennungswert gekrönt. Die Band hat einfach ein Händchen dafür. Das abschließende „The Bullet That Kills“ ist ein echtes Meisterwerk und hat für Death Metal Verhältnisse mit fast sieben Minuten Spielzeit schon fast epische Ausmaße. Hier stimmt einfach alles!

Eigentlich kann ich zusammenfassend nicht mehr viel sagen, ohne mich zu wiederholen, deshalb:

K A U F E N!

K I L L E R!


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