Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:03 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : S.H.A.P.T. - Wando is Evil
» S.H.A.P.T. - Wando is Evil
Homepage : www.shapt.com.br
 

S.H.A.P.T. - Wando is Evil
  »Trackliste
01 Wando is Evil
02 Ai vem os SHAPT
03 Brothers of Mambo
04 Tears of a Mandrake (Polka Version)
05 Sociedade do Fiofo
06 Esse mundo e um Coco
07 Piratas do Metal
08 Wando is Evil (English Version)

Release: 2003
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Fun Metal
Laufzeit: 24.05 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion Kommentar / Userwertung eintragen

 

Wozu Portale wie YouTube doch nicht alles gut sind. Da entdeckt man neben sinnlosen Dragonball Videos, welche pickelgesichtige Emokinder mit ihrer neusten lieblings Hardcoremucke unterlegt haben, doch tatsächlich auch noch echte Perlen wie die vollkommen durchgeknallten brasilianischen Jungs von S.H.A.P.T.
Da meine Portugiesischkenntnisse sich in letzter Zeit drastisch verschlechtert haben und ich euch die dürftigen Ergebnisse der Google-Übersetzung von Portugiesisch-Englisch / Englisch-Deutsch ersparen möchte, beschränke ich mich statt ausladender Hintergrundinformationen auf die Musik der Südamerikaner.

Die Platte, die sich im übrigen, genauso wie das Debüt, jeder auf der Bandhomepage für Noppes runterladen kann, beginnt mit dem Titeltrack „Wando is Evil“, einer Mischung aus knallhartem Black Metal alter nordeuropäischer Schule, sowie ein wenig DIMMU BORGIR-Epik, gemixt mit dem Flair und dem Feuer Brasiliens. Weiter geht's mit dem recht thrashigen Intermezzo „Ai vem os SHAPT“, das durch reichlich kindisches Gekreische an frühe J.B.O.-Werke erinnert. Wer einmal „Brothers of Mambo“ gehört hat, wird sich solcher Kleinigkeit wie „Brothers of Metal“ den selbst ernannten Metal Kings und Mambo Kurt rasch entledigen, denn der Song vereint sowohl das epische Zusammengehörigkeitsgefühl des Originals als auch einen tanzbaren Rhythmus. Das nächste Cover folgt zugleich mit einer Polka Version des EDGUY-Hits „Tears of a Mandrake“. Da sich der geneigte Metaller allgemein ja recht schnell für flotte Humppatakte begeistern kann, dürfte auch diese etwas eigenwillige Version schnell Gefallen finden. Das covern geht munter weiter und so muss als nächstes GRAVE DIGGER's „Tunes of War“ in Form von „Sociedade do Fiofo“ dran glauben, von dessen Text ich zwar keinen Deut verstehe, der Song an sich trifft jedoch fast genau das Feeling des Vorbilds. In eine „Wonderfull World“ entführt uns „Esse mundo e um Coco“, auch wenn der rauchige Gesang etwas auf die Stimmung drückt. Das Highlight der Platte stellt jedoch eindeutig „Piratas do Metal“ dar, welches auf der Melodie von „Alle Vögel sind schon da“ basiert. Das zugehörige Video kann auf YouTube bestaunt werden. Zum Abschluss gibt's dann noch den Titeltrack in englischer Sprache.

Fazit:
Ob die Jungs nun wirklich Brasilianer sind oder nicht (der Gedanke drängt sich bei der reichlichen Auswahl heimischer Melodien geradezu auf), ist vollkommen schnuppe! Auch, dass sich einem das Erschließen der Texte vollkommen entzieht spielt keine Rolle. S.H.A.P.T. machen einfach nur Spaß. Eine reguläre Bewertung gehört sich für ein solch freiverfügbares Spaßprojekt zwar eigentlich nicht, aber für die gute Laune, die die Jungs mir heute beschert haben kann es nur die volle Punktzahl geben.



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