Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 13:57 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Chrome Division - Doomsday Rock 'n' Roll
» Chrome Division - Doomsday Rock 'n' Roll
Homepage : www.chromedivision.com
 

Chrome Division - Doomsday Rock 'n' Roll
  »Trackliste
01. Doomsday Overture
02. Serial Killer
03. Hate
04. Trouble With The Law
05. Chrome Division
06. Here Comes Another One
07. 1st Regiment
08. Breath Easy
09. The Angel Falls
10. Till The Break Of Dawn
11. We Want More
12. When The Shit Hits The Fan

Release: 2006
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Hard Rock
Laufzeit: 46.00 min
Format: CD Audio
Label: Nuclear Blast Kommentar / Userwertung eintragen

 

Ich muss zugeben, als ich davon erfuhr, dass DIMMU BORGIR Schreihals Shagrath die Fäden bei CHROME DIVION ziehen würde, war ich mehr als einfach nur skeptisch, stellte sich doch die Frage, ob ein Black Metaller mit einem gewaltigen Potential an Liebe zum Bombast ein waschechtes, rotziges Rock'n'Roll Werk zu Stande bringen könnte. Eins vorweg: Jup, dat kanner. Neben sich selbst als werbekräftiges Aushängeschild hat sich Kollege Shagrath noch Ausnahmesänger Eddie Guz von den Rockern THE CARBURETORS, Bassist Luna von ASHES TO ASHES, Schlagwerker Tony White von MINAS TIRITH sowie Co-Gitarristen Ricky Black mit ins Boot geholt.

Nach dem arg Power Metal lastigen Intro zeigt der erste Titel „Serial Killer“ gleich an wo's lang geht. Die grundlegend stilistisch vollkommen verschiedenen Herkünfte der Jungs harmonieren 1A und vermischen sich zu einem Sound der ohne wenn und aber volles Rohr in Richtung MOTÖRHEAD schippert. Eddie's leicht Whisky getränkte und verrauchte Stimme passt perfekt zu den gewählten Arrangements die sich im Gegensatz zu den Motorköppen wesentlich verspielter zeigen und dennoch gradlinig präsentieren. Die folgenden Stücke „Hate“ und „Trouble with the Law“ dürften sowohl die puristische Biker- als auch Groovefraktion überzeugen. Mit der Bandhymne „Chrome Divison“ sollten sich sogar jene anfreunden dürfen, die IRON MAIDEN lediglich auf die ersten beiden Alben beschränken. Einen leichten Hauch Southern Rock gemixt mit klassischer Gitarrenarbeit bietet „Here comes another one“ während „1st Regiment“ eher die nordamerikanische Schiene einschlägt. Trotz dieser teilweise gewagten Ausflüge in andere Gefilde, bleibt der Gesamteindruck der Platte bis dato überraschend ausgeglichen, sodass auch die folgenden Stücke „Breath easy“, „The Angel falls“ und „Till the Break of Dawn“, wenn diese auch weniger experimentell klingen, überzeugen. Mit „We want more“ ist auch eine reinrassige Partyhymne am Start, die stark Punk beeinflusst, trotz oder gerade wegen der zahlreichen Breaks und eingängiger Melodie zum Koppschütteln und Bierchen öffnen einlädt. Die schnellste und zugleich kürzeste Nummer haben die Jungs sich bis zum Schluss aufgehoben und so verlädt „When the Shit hits the Fan“ dazu sich eine weitere Dreiviertelstunde Zeit zu nehmen um die Platte auf ein Neues zu genießen.

Fazit:
Zunächst als spielerisches Projekt geplant, hat sich CHROME DIVISION zu einer propperen Band entwickelt, die uns hoffentlich noch viele rockige Stunden bescheren wird. Wer MOTÖRHEAD liebt und auch skandinavischem Rock'n'Roll ala HELLACOPTERS oder TURBONEGRO gegenüber nicht abgeneigt ist, kann und sollte hier bedenkenlos zugreifen. Unentschlossene Skeptiker sollten sich von den Hörproben auf der offiziellen Band Homepage überzeugen lassen.


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