Datum : 24.06.2018
Uhrzeit: : 01:38 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Amon Amarth - With Oden On Our Side
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Homepage : www.amonamarth.com
 

Amon Amarth - With Oden On Our Side
  »Trackliste
1. Valhalla Awaits Me
2. Runes To My Memory
3. Asator
4. Hermod's Ride To Hel – Lokes Treachery Part 1
5. Gods Of War Arise
6. With Oden On Our Side
7. Cry Of The black Birds
8. Under The Northern Star
9. Prediction Of Warfare


Release: 2006
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 42.15 min
Format: CD Audio
Label: SPV Kommentar / Userwertung eintragen

 

Um ganz ehrlich zu sein, ich habe mich auf die neue AMON AMARTH-Scheibe nicht sonderlich gefreut, da der bittere Nachgeschmack der letzten Platte „Fate of Nornes“ noch immer in meinen Gehörgängen schlummerte. Nichtsdestotrotz versuchte ich beim ersten Hören des neuen Albums „With Oden on our Side“ vollkommen objektiv an die Sache heranzugehen. Und was soll ich sagen? Odin steht wahrhaftig wieder an der Seite der fünf sympathischen Nordmänner.

„Valhalla awaits me“ bietet für Freizeitwikinger gleich einen gelungen Einstieg in das neue Album. Treibende Gitarrenwände und eine eingängige Melodie gepaart mit einem garantiert Klischee beladenen Text – typische aber süchtig machende AMON AMARTH-Kost. „Runes to my Memory“ dürfte Fans bereits aus der vor einigen Wochen veröffentlichten E-Card bekannt sein. Die Gitarrenfraktion wagt einen kleinen Schritt in Richtung Black Metal und auch Fronthüne Johan Hegg versetzt seine Stimme kurz in für ihn ungewohnt höhere Lagen. Ein Stilbruch ist jedoch nicht zu verzeichnen, da der Song sich trotz des kleinen Ausflugs schnell zu einer gewohnten Death Metal Bresche entwickelt. Das leicht thrashige „Asator“ gibt ordentlich Vollgas während das folgende Stück „Hermod’s Ride to Hel – Lokes Treachery Part 1“ unglaublich melodiebetont und eingängig daherkommt und somit schon jetzt die Vorfreude auf Teil 2 aufkeimen lässt. Das „Gods of War arise“ Riff erinnert stark an den Übersong „Death in Fire“. Selbstplagiatismus ist an dieser Stelle jedoch eindeutig erwünscht und angebracht. Der Titelsong dürfte sich auf Grund seiner Vielfältigkeit schnell zu einer opulenten Livehymne entwickeln. Der Gitarrensound von „Cry of the black Birds“ ist für meinen Geschmack, zwar eine Spur zu glatt aber die Headbanger taugliche Hochgeschwindigkeit gleicht dieses kleine Manko schnell wieder aus. Mit „Under the northern Star“ werden die Jungs zum ersten Mal in ihrer Karriere richtig sentimental. Zwar ist der Song noch immer Meilenweit davon entfernt als so etwas wie eine Ballade bezeichnet zu werden, aber der eher ruhige, fast schon melancholische, Grundtenor des Stücks ist halt recht ungewöhnlich für AA-Verhältnisse, ergänzt aber wunderbar die musikalische Bandbreite dieser genialen Band. „Prediction of Warfare“ ist ein gelungener Rausschmeisser, der sich im mittlerweile gewohnten Midtempo präsentiert.

Fazit:
Ob es nun göttlicher Einfluss, Rückbesinnung auf ältere musikalische Werte oder einfach die Einsicht über das eher durchwachsene Vorgängeralbum war, dass dieses Album zu dem gemacht hat was es ist, sei dahin gestellt. Fakt ist: AMON AMARTH sind zurück und liefern mit „With Oden on our Side“ zwar nicht den chronologischen aber zumindest den würdigen „Versus the World“-Nachfolger ab. Diese Tatsache und die etwas zu glatte Produktion stellen auch die einzigen Gründe für den minimalen Punktabzug dar, denn obwohl dieses Album zweifelsohne makellos ist, reicht es nicht an die Qualität von „VtW“.



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