Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:17 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Creature - Kreuzlaub
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Creature - Kreuzlaub
  »Trackliste
1. Einklang
2. Tag Der Rache
3. Engelmacher
4. Heidenzorn
5. Morbus Humanitas (Über Das Elend Des Menschlichen Daseins)
6. Kreuzlaub
7. Kelch Der Dunkelheit
8. Oskorei
9. Ausklang - Hiems Mortis

Release: 2006
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 50.16 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Kommentar / Userwertung eintragen

 

Creature sind mir keine Unbekannten und auch freute ich mich auf das neue Album „Kreuzlaub“, aber es konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen welches der Vorgänger „Der Ursprung“ stellte.
Das Album beginnt mit einem sehr elektronisch gehaltenen Intro „Einklang“, welches nahtlos in den ersten Song „Tag der Rache“ übergeht. „Tag der Rache“ ist ein nettes, rasendes Black Metal Stück mit einer ruhigen Passage in der Mitte, worauf wieder eine schnelle Passage folgt. Die Gitarren spielen recht abwechlungsreiche Melodien, leider muss man sehr genau hinhören da die Drums sehr laut sind. Der nächste Song „Engelsmacher“ beginnt im mittleren Tempo, welches dann im Laufe des Songs erhöht wird, man scheint den ganzen Song über bemüht abwechslungsreich zu sein, die Melodien sind teilweise auch ganz nett. „Heidenzorn“ - hier merkt man, dass es sich um einen alten Song handelt. Er ist nicht so schlagzeugüberladen und wirkt frischer. In der Mitte ist wieder ein ruhiger Part mit Schlachtenlärm, bevor das eigentliche Lied weitergeht. Noch erwähnenswert sind die Chöre gegen Ende, welche einfach super zum Lied passen. Der fünfte Track mit dem heiteren Titel „Morbus Humanitas (Über Das Elend Des Menschlichen Daseins)“ ist ein wenig komisch, besonders wegen dem seltsam anmutenden Mittelpart, bei dem der Sänger ein „Duett“ mit einer klaren Stimme hat, sonst ist der Song recht schleppend mit seiner Länge von 8 Minuten, der kleine Basspart und die Trompete(?!) gegen Ende retten den Song aber noch mal. Ich bin schließlich beim Titelstück angelangt, welches mit äußerst geilen Gitarrenmelodien beginnt, in der Mitte zieht die Band das Tempo an und der Sänger wechselt ab und an die Stimme(hoch und tief), allgemein ist das Lied von Tempowechseln geprägt. Da hat man sich aus der Klischeekiste bedient…“Kelch der Dunkelheit“ der kürzeste Track, schon fast nach gewohntem Schema wechseln sich die Tempi….mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen zu dem Song. Der letzte wirkliche Track vor dem Outro „Oskerei“, was soll ich groß zu dem Song sagen? Typisch Creature halt! Dabei ist er weder schlecht, noch besonders herrausragend. Das Outro „Ausklang - Hiems Mortis“ finde ich sehr gelungen atmosphärisch, ruhiges Gitarrenspiel, eine Erzählerstimme im Hintergrund und Gekrächze, bis das Lied schließlich langsam leiser wird und verstummt.

Fazit:
Kein schlechtes Album was Creature hier abgeliefert haben, aber nicht so gut wie der Vorgänger. Stellenweise ist das Album einfach langweilig, aber die positiven Aspekte sind doch in der Überzahl, wobei ich für dieses Album mehrere Anläufe brauchte und mich zu einer guten Bewertung entschloss.


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