Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:14 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Manowar - Sons of Odin (EP)
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Manowar - Sons of Odin (EP)
  »Trackliste
1. The Ascension (Live Version)
2. King of kings (Live Version)
3. Odin
4. Gods of war
5. The Sons of Odin


Release: 2006
WERTUNG
3.5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 29.01 min
Format: CD Audio
Label: SPV Kommentar / Userwertung eintragen

 

Da ist sie nun also, die lang ersehnte neue MANOWAR EP „Sons of Odin“ die uns auf das kommende Album vorbereiten soll, welches vielleicht Anfang 2007 erscheint.

Überraschenderweise stehen die beiden Tracks der letzten EP „King of Kings“, welche nur im Zusammenhang mit der „Hell on Earth Part IV“ DVD ausgeliefert wurde, als erste auf dem Programm. Wer sich also seinerzeit die Kohle gespart hat, kommt nun auch in den Genuss dieser beiden wirklich gelungen Songs, auf welche ich an dieser Stelle nicht großartig eingehen möchte. Gesagt sei jedoch, dass es sich bei beiden Versionen um Liveaufnahmen vom letztjährigen Earthshaker Festival handelt, welche wesentlich dynamischer und eine Ecke flotter klingen, als auf Platte. Mit dem Synthie-Song „Odin“ beginnt dann der offiziell neue Teil dieser Platte. Ich spreche bewusst von Synthies, da mir keiner erzählen kann, dass hier ein ordentliches Orchester am Werk gewesen sein soll. Die Nummer soll mit Sicherheit so etwas die Epik ausstrahlen, verkommt aber zu einem lächerlichen, drei Minuten langen Keyboardintro, welches auf eine Minute gekürzt wesentlich weniger peinlich wirken würde. Das dadurch, stimmungsvoll??, eingeleitete „Gods of War“ schleppt sich über fast sieben endlos lange Minuten in reichlich Doom Metal artiger Manier durch die Lautsprecher. Zwar kann das gelungene Solo, welches arg zu leise abgemischt wurde, ein wenig was retten, aber die absolut langweile Hookline reisst den Song metertief in den Keller. Hier wurde eindeutig versucht in die „Warriors of the World united“ Ecke zu schlagen, schade dass dieser Schlag gewaltig daneben ging. Der etwas schnellere Titeltrack kann ein wenig vom typischen MANOWAR Geist retten, da gerade die Gitarrenspur hier wesentlich dominanter ist und fetter abgemischt wurde. Einen weiteren Pluspunkt bildet der absolut bierselige Chorus. Als großes Manko bleibt aber die Produktion. Ansatzweise keimen Erinnerungen an glorreiche „Kings of Metal“ Zeiten auf, im Endeffekt wirkt der Sound jedoch zu klinisch und hört sich dadurch aalglatt an, was mit meinem Verständnis eines MANOWAR Titels einfach nicht im Einklang ist.

Fazit:
Mit „Sons of Odin“ treffen die Herren DeMaio und Co. zumindest vom Titel her voll den Zeitgeist, musikalisch gibt’s aber höchstens aufgewärmte Kost, die eigentlich nur für Die-Hard-Fans interessant ist. Die Rettung dieser Miniplatte erfolgt fast ausschließlich durch die beiden gelungenen Liveversionen und Eric Adams, wie immer, vorbildlicher Gesangsleistung. Bleibt zu hoffen, dass das neue Album mehr bietet als diese, allemal zweitklassige, vorab-EP.


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